G’sundes Südtirol: Ernährung im Herbst

Derzeit steht uns besonders viel frisches Obst und Gemüse zur Verfügung und je bunter umso besser, erklärt unser Radio-Dr. Christian Thuile.

Was wir essen, ist auch die Basis für unser Immunsystem, damit gewährleisten wir, dass sich unser Körper bestmöglich gegen Viren und Bakterien behaupten kann. Es gibt allerdings kein einzelnes Superfood, das uns davor schützen kann, krank zu werden. Je bunter wir essen, umso mehr Vitamine, Spurenelemente, Mineralstoffe, Eiweiße und sekundäre Pflanzenwirkstoffe bekommen wir für diesen wichtigen Job zusammen.

Erntefrisches Gemüse wie Kürbis, Rohnen (rote Beete), Kohl und Brokkoli gehören jetzt bevorzugt auf unseren Speiseplan, genauso wie Äpfel, Birnen und Beeren. Schon ihre kräftige Farbe signalisiert einen hohen Gehalt an wertvollen sekundären Pflanzenwirkstoffen für unsere Abwehr und sie bauen auch unser Mikrobiom auf, sind ausschlaggebend für eine gesunde Darmflora.

Für unser Immunsystem kommt es jetzt auf viele verschiedene Vitamine an, allen voran die so genannten Antioxidantien, die freie Radikale und damit krankmachende Viren und Bakterien abwehren. Die Top 3 ist hierbei, laut Dr. Thuile: Das Vitamin C, das Vitamin A und das Vitamin E und passenderweise sind diese drei besonders in den beliebtesten Nahrungsmitteln im Herbst reichlich enthalten. Karotten, Kürbis und Peperoni sind tolle Vitaminlieferanten, Brokkoli ist reich an Vitamin C, wie auch das Sauerkraut, das auch sehr viel davon entwickelt, wenn wir es erhitzen, das ist seine Superkraft. Wichtig ist zu wissen, dass wir die fettlöslichen Vitamine A und E erst durch einen Tropfen Öl gut aufnehmen können.

Zink ist ebenfalls von größter Wichtigkeit für die Abwehr, auch für die haut, die ja selbst Teil unseres Abwehrsystems ist. Wir beziehen dieses Spurenelement beispielsweise aus Eiern, Käse, Kürbiskernen, Nüssen, Haferflocken und Hülsenfrüchten.

Eiweiße sind allgemein beim Sport ein großes Thema, bilden aber auch den Grundbaustoff für unsere Antikörper, die stärkste Truppe des Abwehrsystems. Einige der bekanntesten Eiweißquellen sind Eier, Fisch, Fleisch und auch Topfen. Pflanzliche Eiweiße können wir wesentlich schwerer aufnehmen, so der bekannte Ernährungsmediziner, und empfiehlt dafür Hülsenfrüchte wie Linsen, Kichererbsen, Bohnen und Tofu.


In unserer Gesundheitspraxis bekommen Sie Infos und Tipps vom bekannten Südtiroler Komplementärmediziner, Ernährungsexperten und Bestsellerautor: Dr. med. univ. Christian Thuile. Ihre Fragen zum aktuellen Thema können Sie uns auch mailen.