Gartentipp: So gelingt die Anzucht von Wildrosen aus Hagebutten

Die Hundsrose, auch „Rosa canina“ genannt, ist ein echter Alleskönner: robust, duftet herrlich und schmückt sich im Herbst mit dicken Hagebutten. Diese Hagebutten sind nicht nur für Marmelade oder Likör nützlich, sondern lassen sich auch für die Vermehrung neuer Rosenpflanzen verwenden. Hier eine einfache Anleitung für eine erfolgreiche Anzucht.

Anleitung zur Rosenvermehrung

  1. Hagebutten ernten und Samen vorbereiten
    Schneiden Sie die reifen Hagebutten vom Strauch, öffnen Sie die Früchte und kratzen Sie die Samen vorsichtig heraus. Die Samen dann unter fließendem Wasser vom Fruchtfleisch befreien.

  2. Keimhemmung überwinden
    Da Rosensamen von Natur aus eine Keimhemmung besitzen, müssen sie vorbereitet werden. Weichen Sie die Samen etwa 30 Stunden lang in lauwarmem Kamillentee ein.

  3. Kältereiz zur Anregung der Keimung
    Die Samen nun mit feuchtem Sand in einen Beutel geben und für einige Wochen im Kühlschrank bei 4–5 °C lagern. Dieser Kältereiz hilft den Samen, ihre Keimruhe zu durchbrechen.

  4. Aussaat
    Füllen Sie Anzuchtschalen mit spezieller Anzuchterde und setzen Sie die Samen etwa 0,5 bis 1 cm tief ein. Die Erde in den nächsten Wochen stets feucht, aber nicht nass halten.

  5. Pflege der Keimlinge
    Die Anzuchtschalen an einen warmen Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung stellen. Sobald die ersten richtigen Blätter sichtbar sind, bekommt jede Pflanze einen eigenen Topf.

  6. Freilandpflanzung im Frühling
    Ist kein Frost mehr zu erwarten, kann der Rosennachwuchs im Frühjahr ins Freiland umziehen.

Extra-Tipp:

Wer Rosen durch Samen vermehrt, sollte ausreichend viele Samen nutzen, da nur ein Teil tatsächlich keimt. Mit dieser Methode können Sie Ihre eigenen Rosen züchten – und das zum Nulltarif!