Vogelfütterung im Winter – Blühende Vogelhäuschen

Für Viele von uns ist es ein lieb gewonnenes Naturerlebnis, Gartenvögel rund um das Haus oder den Hof zu füttern. Wer das bereits ganzjährig tut, wird dabei erfahren haben,
wie dankbar unsere gefiederten Gartenhelfer dieses Angebot annimmt. Wer allerdings nur in der kalten Jahreszeit "seine" Vögel mit Nahrung unterstützen will,
sollte rechtzeitig den gefiederten Freunden helfen, ihre Futterversorgung für den Winter zu planen.


Warum sind Vögel eigentlich so beliebt bei den Gärtnern?
Was ist die beste Ernährung für die Vögel? ? Blühendes Futterhäuschen

Teil 2
Warum müssen Vögel angefüttert werden?
Wie schaffe ich es, dass ich möglichst viele verschieden Vogelarten im Garten begrüßen darf?
Wenn man kein Vogelhäuschen aufstellen kann.....?

Was ist die beste Ernährung für die Vögel?
Die beste  Vogelfütterung: Das „blühende“ Vogelhäuschen  
Sie bilden rote, gelbe, blauschwarze oder violette Früchte aus und sind wahre Leckerbissen für viele Vogelarten. Die Rede ist von Vogelnährgehölzen, die jetzt im Herbst für einen abwechslungsreichen Speiseplan in der heimischen Tierwelt sorgen, aber auch für den Betrachter eine prächtige Augenweide sind.Die roten Früchte der Eberesche (Sorbus aucuparia) gehören zu den beliebtesten Leckerbissen der Vogelwelt. Aber auch Schwarzer Holunder (Sambucus nigra), Vogelkirsche (Prunus avium), Pfaffenhütchen ( Euonymus europaeus), Schlehe (Prunus spinosa) und Hundsrose (Rosa canina) locken mit ihren geschmackvollen Früchten Vögel an. Es handelt sich dabei um heimische Gehölze, die den Vögeln nicht nur Nahrung, sondern auch Lebensraum, Schutz und Nistplätze bieten. Der Gartenbesitzer kann Gartenräume bilden und mit Hilfe der Sträucher Wind, Lärm und sogar Abgase eindämmen.
Sehr beliebt bei vielen Vogelarten ist die Gemeine Felsenbirne (Amelanchier ovalis). Auffallend sind ihr bronzefarbener Austrieb im Frühling und ihre weißen Blütentrauben. Im Herbst gefällt ihre orangerote Herbstfärbung. Ihre Früchte sind zuerst rot und verfärben sich dann im Reifestadium blauschwarz bis dunkelpurpur. Süß und saftig sind sie nicht nur bei Vögeln beliebt, sondern lassen sich auch gut zu Marmelade verarbeiten.
Ob als Solitär-Strauch, als Heckenpflanzung oder als Klettermaxe gepflanzt, die Früchte sollten an den Gehölzen als Futter über den Winter hängen bleiben, denn auch „ gefroren“ sind sie noch nahrhaft für viele Vogelarten.
Gibt es eigentlich nur Früchte vom Laubgehölz zum Naschen für die Vögel?
Nicht nur Früchte von Laubbäumen stehen in der Gunst der Vögel. Auch Nadelgehölze wie die Gemeine Eibe (Taxus baccata) mit ihren roten Früchten oder Wacholder (Juniperus), aber auch Fichten (Picea), Tannen (Abies) sowie Lebensbäume (Thuja) mit ihren Zapfenfrüchten stehen auf der Speisekarte vieler Vogelarten

Wenn Sie Ihren Garten so gestalten, dass sich diese Vögel hier wohl fühlen. Grundsätzlich gilt: Je vielseitiger eine Gartenfläche angelegt ist, je interessanter also das Angebot an geeigneten Nistplätzen und je ergiebiger die natürlichen Nahrungsquellen sind, desto größer ist das Kaleidoskop der Vogelarten, die dort ganzjährig Einzug halten.

Wenn der Garten zu wenig an Vogelnahrung zu bieten hat, so ist man mit gekauften Vogelfutter gut beraten.

Warum müssen Vögel angefüttert werden?
Es reiche nämlich nicht aus Gartenvögeln bei Eis und Schnee spontan Futter anzubieten: Es ist sinnvoll, bereits früher die Futterstationen einzurichten und fortan regelmäßig zu bestücken, damit die Tiere sie entdecken können und sich an sie als eine zuverlässige Nahrungsquelle auch gewöhnen. Müssten die Vögel bei plötzlich extremen Witterungsbedingungen erst mit der Suche nach einer Notversorgung beginnen, kann es für viele schon zu spät sein. Wenn ich hungrig auf der Suche nach einem Restaurant auf der Hauptstraße unterwegs bin und nicht weiß, dass in der Seitenstraße eines ist, fahre ich zwangsläufig daran vorbei. Ähnlich ergeht es den Gartenvögeln, die Lage und Versorgungsgrad einer Futterstelle im Garten erst einmal kennenlernen müssen, um sie dann, wenn es darauf ankommt, sofort anfliegen zu können.

Wie schaffe ich es, dass ich möglichst viele verschieden Vogelarten im Garten begrüßen darf?
Wer einen große „Speisekarte“ für die Vögel anbieten kann, wird schnell eine große Artenvielfalt beobachten. Körnerfresser wie Gimpel, Buch- und Grünfinken lieben beispielsweise Erdnüsse und Sonnenblumenkerne. Beerenfresser wie Drosseln und Amseln vertilgen gern ungeschwefelte Sultaninen. Und spezielle Insektenfresser wie Blau- und Kohlmeisen finden alle lebenswichtigen Nährstoffe in Knödelprodukten mit Insektenanteil. Waldvogelfutter mit seinen feinen Sämereien ist besonders für kleinschnäblige Vögel wie etwa Zeisige ideal, die Nahrungsspezialisten für solch winzige Samen sind.
Um gleich mehrere Vogelarten anzulocken sollte man  neben den Einzelfuttermitteln, wie Erdnüsse oder Sultaninen, vor allem Futtermischungen: Mischfutter ist der Klassiker unter den Vogelfuttersorten. Denn mit seinen unterschiedlichen Zutaten ist es ganzjährig für eine große Vielzahl an Insekten-, Beeren- und Körnerfressern bestens geeignet. Auch Fettfutter ist für unterschiedliche Vogelarten gemacht. Es besteht unter anderem aus Haferflocken, die mit reichlich naturbelassenem Fett ummantelt sind, energiereichen Erdnüsse und ungeschwefelten Sultaninen. Fettfutter ist eine Kraftmischung speziell für Zeiten, in denen die Vögel einen hohen Energiebedarf haben, z.B. im Winter oder, noch bedeutender, während der anstrengenden Brutaufzucht.
Wenn man kein Vogelhäuschen aufstellen kann.....
Wer statt an einem Vogelhäuschen die gefiederten Freunde lieber direkt in Baum und Strauch füttern mag, verwendet dazu sinnvoller Weise Meisenknödel oder, noch besser, sogenannte Vogelschmäuse. Diese sind so ausgetüftelt, dass beim Aufhängen nur der untere Teil der Plastikverpackung entfernt wird, während der obere als eine Art Mantel das Futter vor Wettereinflüssen schützt. Das etwas breitmaschigere Netz der Vogelschmäuse sorgt dafür, dass beim Bepicken immer auch etwas Futter herunter fällt. Das ist Absicht: Denn so werden auch diejenigen Vogelarten versorgt, die ihre Nahrung üblicherweise am Boden aufnehmen, beispielsweise Amseln oder Rotkehlchen.