Umzug für Zitrusbäumchen & Co.

Sie sehen hübsch aus und bringen spritzig mediterranen Flair auf unsere Terrassen und Balkone - die Zitrusbäumchen. Im Winter wird es ihnen bei uns aber zu kalt. Wie und wann man sie am besten auf den Winter vorbereitet, verrät Gartenexperte Andreas Modery.

Da Zitrusbäume wie Orangen, Mandarinen, Grapefruit, Zitronen und Kumquat unsere Winter aufgrund der frostigen Temperaturen nicht überstehen, werden sie normalerweise in Kübeln kultiviert, sodass man sie im Herbst ins Haus holen kann. Zitruspflanzen sollten so lange wie möglich draußen stehen. Sobald sich die Nachttemperaturen stetig um den Gefrierpunkt bewegen, müssen die Pflanzen aber ins Haus. Bis dahin sollten wir sie möglichst dicht ans Haus stellen, damit sie vor Kälte und Wind geschützt sind.

Rückschnitt im Herbst für buschigen Wuchs
Vor dem Einräumen der Kübel ins Winterquartier können die Pflanzen beschnitten werden. Das Schneiden fördert einen buschigeren Wuchs und eine breitere Krone. Aber auch ältere Pflanzen, deren Wuchs korrigiert werden soll, können vor dem Winter beschnitten werden. Das hat zusätzlich den Vorteil, dass die Pflanzen weniger Platz in Anspruch nehmen.

Gesundheits-Check
Leider lieben Schnecken, Schildläuse, Spinnmilben & Co. unsere Zitruspflanzen. Diese Schädlinge müssen vor dem „Umzug“ ins Winterquartier entfernt werden. Wenn die Früchte eines Zitrusgewächses bis zum Herbst nicht ausgereift sein sollten, ist das kein Problem. Sie können ohne Probleme am Baum hängen bleiben.

Das richtige Winterquartier für Zitruspflanzen
Folgender Grundsatz gilt immer: Je wärmer eine Pflanze steht, desto heller muss es sein. Steht die Pflanze warm und hell, muss sie regelmäßig gegossen und gelegentlich gedüngt werden. Auch regelmäßiges Lüften des Raumes steht auf dem Programm. Die Temperatur sollte etwa zwischen 10 und 15 Grad liegen. Bei 15 Grad benötigt die Pflanze etwa acht Stunden Licht - zur Not mithilfe einer Pflanzenlampe. Ist die Pflanze hingegen winterkühl und dunkel gestellt, sollte sie sicherheitshalber auf einer Styroporplatte oder Kokosmatte stehen. Wichtig ist, dass der Wurzelballen nicht auskühlt. Die Temperatur sollte konstant zwischen fünf und zehn Grad liegen. Die Pflanze benötigt gelegentlich Wasser, die Erde darf aber nicht zu feucht sein.

Expertentipp:
Eine einfache Methode ist die Daumenprobe: Gibt das Substrat noch Feuchtigkeit ab, ist kein Gießen notwendig. Stimmen die äußeren Bedingungen nicht, werfen Zitruspflanzen ihre Blätter ab und die Pflanze kann eingehen.

Andreas Modery, 2.11.2017