Trend für 2018: Bunte Blumenzwiebelwiesen

Verwilderung im Garten sieht traumhaft aus und schafft fantastische Gartenbilder! Wie man dadurch ein kleines Paradies schafft, verrät Gartenexperte Andreas Modery.

Was gibt es im zeitigen Frühjahr Schöneres als eine große Rasenfläche voller Schneeglöckchen, Krokusse, Schneestolz oder - auch später im Frühjahr - eine Wiese mit botanischen Tulpen, Narzissen und Traubenhyazinthen? Eben, schöner geht nicht! Besonders wenn gleichzeitig die Blüte der Obstbäume mit der Blütezeit der Zwiebelblumen auf unseren Streuobstwiesen stattfindet. Es entstehen einfach traumhafte Gartenbilder!

Viel Geduld und mal nicht zum Rasenmäher greifen! Das ist das wichtigste Gebot für eine gelungene Verwilderung.

Wer im eigenen Garten eine attraktive und immer wiederkehrende Frühlingsblütenpracht anstrebt, sollte Blumenzwiebeln wählen, in deren Natur die Verwilderung liegt: Narzissen sind da ideal! Je länger sie an einem Standort stehen, um so prächtiger entwickeln sie sich. Auch Krokusse lassen sich wunderbar in Rasenflächen verwildern. Diese ersten Frühlingsgrüße nach der kalten Jahreszeit kommen übrigens nicht nur bei uns Menschen gut an. Für Insekten - vor allem für Bienen - sind sie wichtige Nahrungsquellen, wenn noch nichts Anderes im Garten blüht.

Die Mischung macht's! Natürlich gibt es auch Mischungen, in denen unterschiedliche Zwiebelblumen, die sich ideal verwildern lassen, miteinander kombiniert wurden. So verwandeln botanische Tulpen und Traubenhyazinthen den Rasen jedes Frühjahr in einen kunterbunten Teppich.

Wer es weniger farbintensiv mag oder einen schattigeren Garten sein Eigen nennt, sollte das Hasenglöckchen (Hyazinthoides) ausprobieren, von dem böse Zungen behaupten, es vermehre sich wie Unkraut. 'White City' ist die weiße Variante des bekannten blauen Hasenglöckchens. Wem sich diese kniehohen weißen Glöckchen im Garten irgendwann zu stark vermehren, der schneidet sie einfach ab und stellt sie in die Vase.

Wichtig bei Einsetzen der Blumenzwiebel:
Als Faustregel gilt, dass zwei- bis dreimal so tief gesetzt wird, wie die Zwiebel hoch ist.