G’sundes Südtirol: Vitamin-D-Speicher auffüllen

Das so genannte Sonnenvitamin ist nach den Wintermonaten oft Mangelware, erklärt Dr. Christian Thuile. Die beste Quelle dafür ist die Sonne, aber auch bestimmte Lebensmittel (wie Eier) können ein Teil dazu beitragen.

Das Vitamin D nimmt eine Schlüsselfunktion für unsere Gesundheit ein, ist an vielen Regulierungsprozessen in den Körperzellen beteiligt. Es ist beispielsweise für die Kalziumaufnahme wichtig, also für unsere Knochen, Zähne und Muskeln und damit auch für Herz und Darm. Es wird auch Sonnenvitamin genannt, weil es hauptsächlich unter Einfluss des Sonnenlichts auf der Haut gebildet wird, im Winter also kaum, wo wir wenig Haut zeigen und mit weniger Sonnenstunden auskommen müssen.

Ein Vitamin-D-Mangel lässt das Krankheitsrisiko ganz erheblich ansteigen, gerade auch nach dem Winter, wo die Speicher ziemlich geleert sind. Immer mehr Studien deuten auch auf ein allgemein erhöhtes Krebsrisiko hin, fehlt dieses wichtige Vitamin. Die gute Nachricht ist, dass unser Körper imstande ist, Vitamin D zu speichern und bei Bedarf abzurufen, die schlechte Nachricht lautet, dass wir für den Idealfall täglich 20-30 Minuten Sonnenlicht auf die Haut benötigen, am besten zwischen 11 und 15 Uhr, wo die Sonneneinstrahlung am günstigsten wäre, so Dr. Thuile. Die Zeit kann wohl kaum jemand konstant aufbringen und hier kommen auch noch die Hautärzte ins Spiel, die ja schon länger eindringlich davor warnen, sich ungeschützt der Sonne auszusetzen, wegen des nachgewiesenen Hautkrebsrisikos. Wer seine Haut aber mit einem hohen Sonnenschutzfaktor vor dem UV-Licht schützt, verhindert die Produktion des Vitamin D.

Man kann sich entsprechende Nahrungsergänzungsmittel in der Apotheke besorgen, aber durchaus auch einen Teil mit bestimmten Lebensmitteln abdecken. Austern wären ein toller Vitamin-D-Lieferant, sind aber als teure Delikatessen wenig alltagstauglich, daher rücken für unseren Radiodoktor die Frühstückseier auf Platz 1 vor. Wichtig: Den Dotter nicht ganz durchkochen! Auch Käse kann Vitamin D liefern, besonders Frischkäse und sehr zu empfehlen sind auch Avocados, deren Vitamin D in den wertvollen ungesättigten Fettsäuren gespeichert ist. Auch durch fette Meeresfische wie Lachs, Hering und Aal, aber auch durch die heimische Forelle, lässt sich Vitamin D zuführen. Lebertran wäre mit rund 330 Mikrogramm je 100 Gramm in Sachen Vitamin D sogar Weltspitze! Und es gibt inzwischen auch Präparate, die selbst für Kinder geschmacklich kein Problem mehr darstellen. Lebertran wird aus verschiedenen Fischarten gewonnen und enthält daher auch noch eine hohe Dosis an gesunden Omega-3-Fettsäuren.

„Die Vitamin-D-Speicher auffüllen“ in der Gesundheitspraxis „G’sundes Südtirol“ mit Dr. Christian Thuile, dem Leiter der komplementärmedizinischen Abteilung am Krankenhaus Meran. Ihre Fragen dazu können Sie uns auch mailen (bitte Telefonnummer angeben).