G’sundes Südtirol: Mit Schwung in den Frühling

Die Natur erwacht, aber viele fühlen sich einfach nur schlapp und müde. Schonung ist jetzt keine Option, betont unser Radiodoktor Christian Thuile.

Mehr Licht und Wärme nach dem Winter lassen die Schmetterlinge im Bauch wieder fliegen. Studien belegen aber auch, dass über 50% der Männer und rund 60% der Frauen regelrecht von einer Frühjahrsmüdigkeit übermannt werden. Der Wechsel der Jahreszeiten schlägt vielen auch auf die Nerven und macht sie unkonzentriert, überdreht und gereizter. Im Unterschied zur Winterdepression stellt dies keinen Krankheitswert dar, aber es trübt die Freuden des beginnenden Frühlings.

Ein Grund für die bleierne Müdigkeit kann sein, dass die Schilddrüse gerade weniger aktiv ist und damit der Energiestoffwechsel zurückgefahren gefahren wird. Außerdem hat der Winter an unseren körperlichen Reserven gezehrt, man hat sich weniger bewegt und musste öfter gegen Infekte ankämpfen, das Essen ist im Winter generell fetter und Übergewicht macht ebenfalls träge. So vielfältig wie die Ursachen für die Frühjahrsmüdigkeit sein mögen, so vielfältig sind auch die Möglichkeiten etwas dagegen zu unternehmen.

Gerade jetzt heißt es: Raus in die Natur! Flott spazieren gehen oder auch Sport an der frische Luft wirkt wahre Wunder, aber bitte nicht gleich übertreiben, rät Dr. Thuile, und sorgen Sie auch für ausreichend Schlaf.

Die Ernährung sollte aus viel frischem Obst und Gemüse bestehen und Vollkornprodukten und einer der wichtigsten Grundsätze lautet: Vitamine, Vitamine, Vitamine. Auch viel zu trinken hilft uns wieder in Schwung zu kommen und hierbei gilt Ingwer als heißer Tipp, im wahrsten Sinne des Wortes: die ätherischen Öle der scharfen Knolle bringen den Kreislauf so richtig in Schwung. Sie können Ingwerwasser ganz einfach selbst herstellen und heiß oder kalt trinken: pro Tasse braucht es 5-6 Scheiben ungeschälten, frischen Ingwer, die sie mit heißem Wasser übergießen und 20 Minuten ziehen lassen. Oder Sie geben auf 0,5 Liter Wasser (wiederum heiß oder kalt) 30-40 Tropfen Ingweressenz aus der Apotheke. Auch die ätherischen Öle der frischen Pfefferminze können uns munter machen, als Tee getrunken oder man kann beispielsweise die Nanaminze auch einfach kauen. Und apropos kauen: ein Pfefferminzkaugummi sorgt nicht nur für guten Atem, er erfrischt uns ebenfalls.

Auch Bäder beleben den Stoffwechsel und helfen beim Entschlacken. Als Badezusatz empfiehlt sich Rosmarin, Lavendel, Zitrone oder ein Sud aus Tannennadeln und ein bewährter Klassiker zum Ankurbeln des Kreislaufes sind Wechselduschen, die auch die Frühjahrsmüdigkeit vertreiben und die Lebensgeister wecken können. Auch dieser Massagetrick ist einen Versuch wert: Kneten Sie mit den Fingerspitzen den Nackenbereich 2 Minuten lang kräftig durch und danach massieren Sie die beiden Ohrläppchen 1 Minute lang. Dadurch lösen sich schmerzhafte Verspannungen und die Durchblutung kommt wieder in Schwung, das ist ideal, wenn man mal einen kleinen Durchhänger hat.

„Mit Schwung in den Frühling“ in der Gesundheitspraxis „G’sundes Südtirol“ mit Dr. Christian Thuile, dem Leiter der komplementärmedizinischen Abteilung am Krankenhaus Meran. Ihre Fragen dazu können Sie uns auch mailen (bitte Telefonnummer angeben).