G’sundes Südtirol: Marmeladen einkochen

Am liebsten werden bei uns Marillen und Zwetschgen eingekocht, aber ein echter Geheimtipp fürs Marmeladeglas ist die Kornelkirsche (im Bild), erklärt unser Radiodoktor Christian Thuile.

In der Marillenmarmelade stecken viele wertvolle Inhaltstoffe, die wir gerade in den Wintermonaten, wo wir nur wenig frisches Obst zur Verfügung haben, sehr gut gebrauchen können. Beispielsweise das reichlich enthaltene Vitamin E und die B-Vitamine bleiben auch beim Einkochen ziemlich gut erhalten und außerdem glänzt die Marille durch eigentlich alle wichtigen Mineralstoffe, die unser Körper braucht. Besonders interessant machen sie aber ihre gesundheitsfördernden, sekundären Pflanzenwirkstoffe, im Fall der Marille die Karotene, die ihr die gelb-orange Farbe verleihen und uns sogar effektiv vor Krebs schützen und der Tumorbildung vorbeugen können. 

Zwetschgenmarmelade enthält vor allem viel Pektin, das für die Verdauung wichtig ist und unserem Darm hilft. Hinzu kommt noch ein sehr hoher Gehalt an Ballaststoffen und diese wirken nicht nur verdauungsfördernd, sondern sogar auch cholesterinsenkend.   

Die Himbeere gehört zu den gesündesten Früchten, die wir bei uns bis in den Oktober hinein ernten können, so Dr. Thuile. Sie sind kalorienarm und obwohl sie süßlich schmecken, auch sehr zuckerarm, bringen aber einen hohen Gehalt an Ballaststoffen für unsere Verdauung mit, viele Vitamine und Mineralstoffe und dazu noch wichtige Pflanzenwirkstoffe. Himbeeren sind eine Art Turbo für unser Immunsystem und liefern Flavonoide, die unser Körper leider nicht selbst produzieren kann, aber dringend braucht, um gesund zu bleiben.   

Die Kornelkirsche kennt und nutzt bei uns kaum mehr jemand, obwohl sie praktisch am Wegesrand und ohne jegliches Zutun prächtig gedeiht und köstlich, leicht säuerlich schmeckt. Dabei bringt sie so viel Gutes für unsere Gesundheit mit, gerade für unser Immunsystem, enthält extrem viel Vitamin C und auch reichlich Kalzium, Kalium, Magnesium und nahezu alle Vitamine und Mineralstoffe. Besonders wertvoll machen sie aber die enthaltenen Pflanzenwirkstoffe (die übrigens auch beim Einkochen komplett erhalten bleiben) für Magen und Darm, sie regulieren die Verdauung und helfen auch der Niere besser zu entwässern. 

„Marmeladen einkochen“ in der Gesundheitspraxis „G’sundes Südtirol“ mit Dr. Christian Thuile, dem Leiter der komplementärmedizinischen Abteilung am Krankenhaus Meran. Ihre Fragen dazu können Sie uns auch mailen (bitte Telefonnummer angeben).