G’sundes Südtirol im Juli: Die Beeren sind los

Gerade jetzt im Sommer reifen nach und nach die verschiedenen, beliebten Beerenfrüchte ab und sie haben es wirklich in sich, sind extrem gesund, erklärt unser Radiodoktor Christian Thuile.

Beeren schmecken nicht nur köstlich, sie bringen auch einen hohen Gehalt an Vitaminen und Mineralien mit und auch darmregulierende Ballaststoffe. Gleichzeitig weisen sie eine Vielzahl von sekundären Pflanzenwirkstoffen auf und diese Farbstoffe der Pflanzen gehen gegen Viren vor und schützen uns vor Entzündungen. Sie helfen außerdem unseren Blutdruck zu regulieren und statten unser Abwehrsystem mit lebenswichtigen Radikalfängern aus. Gerade Preiselbeeren und Blaubeeren schützen auch unsere Blase vor Infektionen.

Forscher haben herausgefunden, dass gerade Blaubeeren unser Gehirn frisch und in Schwung halten.  Wer 2- bis 3-mal in der Woche rund 1 Handvoll davon isst, baut seine mentale Leistung nachweislich viel viel langsamer ab. Studien zeigen sogar, dass diese Menge an Beeren das Risiko an Parkinson zu erkranken um bis zu 25% senken kann!

Außerdem tragen Beerenfrüchte dazu bei ein gesundes Herz zu fördern und das Risiko auf Herzkrankheiten zu vermindern, sie regeln unseren Blutdruck und können auch das Risiko an Darmkrebs zu erkranken deutlich senken. Zwei Mediziner haben nicht von ungefähr ein Kochbuch mit Rezepten fürs Immunsystem herausgebracht und als Titel gewählt: „Krebszellen mögen keine Himbeeren“.

Am besten wäre es natürlich, die Beeren direkt nach der Ernte zu verzehren, denn ihre wertvollen Inhaltstoffe halten sich selbst im Kühlschrank nur maximal 2 Tage. Reife Beeren sind auch sehr druckempfindlich und sollten immer schonend und rasch verarbeitet werden, ansonsten setzen sie ganz schnell Schimmel an und der kann giftig sein. Auch beim Waschen sollte man vorsichtig sein, die Früchte nur kurz in stehendes Wasser tauchen und danach sofort mit Küchenpapier abtupfen, ansonsten saugen sie sich schnell mit Wasser voll und werden matschig.

Übrigens lassen sich Beeren wunderbar einfrieren und dabei bleiben die wertvollen Vitamine erhalten! Allerdings: Die Früchte haben ja einen sehr hohen Wassergehalt und werden oft matschig, wenn man sie dann wieder auftaut. Das lässt sich vermeiden, indem man sie auf einem Tablett ausbreitet, in der Gefriertruhe nur außen anfrieren lässt und dann erst in den Gefrierbeutel gibt und richtig einfriert.

„Die Beeren sind los“ in der Gesundheitspraxis „G’sundes Südtirol“ mit Dr. Christian Thuile, dem Leiter der komplementärmedizinischen Abteilung am Krankenhaus Meran. Ihre Fragen dazu können Sie uns auch mailen (bitte Telefonnummer angeben).