G’sundes Südtirol: Heilpflanzen für den Frühling

Die Naturheilkunde bietet verschiedene Möglichkeiten, um unsere körpereigenen Energiereserven zu mobilisieren, erklärt Dr. Christian Thuile, Heilpflanzen wie die Mariendistel (im Bild) können auch besonders anregend und belebend wirken.

Ginseng weckt die Lebensgeister, bringt Schwung in den Alltag, ist einfach ein unschlagbares Mittel, um sich natürlich zu stärken und wird sogar erfolgreich gegen die chronische Müdigkeit eingesetzt. Nicht umsonst erfreut sich die Ginsengwurzel weltweit großer Beliebtheit und ist auch entsprechend gut medizinisch erforscht. Die beste, verlässlichste Wirkung und die richtige Dosierung erreicht man durch Präparate aus der Apotheke.

Zu den wichtigsten Heilpflanzen des Frühlings gehört die Mariendistel. Ihr großer Reichtum ist das Silymarin, so Dr. Thuile, das einerseits die Leber stärkt und andererseits für diese auch eine mächtige Schutzwirkung darstellt, indem sie einer Überlastung durch Giftstoffe entgegenwirkt und beispielsweise auch verhindert, dass Entzündungen in unserem Körper entstehen können, außerdem ist sie imstande uns mit reichhaltig Energie zu versorgen. Man kann die Mariendistel in Form eines Tees zu sich nehmen oder man holt sich für eine Kur Kapseln aus der Apotheke, wiederum wegen der konstanten Dosierung und Sicherheit.

Eine unscheinbare und lange als Unkraut verkannte, aber ebenfalls sehr wertvolle Heilpflanze ist der gemeine Beifuß. Dieser Verwandte  des Wermuts ist nahezu überall bei uns zu finden und hat sich als Tee vor allem bei Verdauungsschwäche und Appetitlosigkeit bewährt, aber auch bei Frauenleiden. Und was ihn zum perfekten Begleiter für den Frühling macht, ist seine Wirkung auf Schlacken in unserem Körper, die wir im Winter angesammelt haben. Er hilft diese Stoffwechselprodukte schneller auszuscheiden, was uns ansonsten sehr viel Energie kosten und uns müde und schlapp machen würde.

Auch die Klettenwurzel ist sehr zu empfehlen, deren Früchte besonders gut an Kleidern und Haaren haften, damit haben wir als Kinder wohl alle schmerzhafte Bekanntschaft gemacht. Diese Eigenschaft macht sie aber auch zum Helfer für unser Blut, denn auch ihre Wurzel besitzt diese klebende, bindende Wirkung und kann damit Schwermetalle und Gifte binden, die wir dann leichter ausscheiden können. Die Klettenwurzel wirkt außerdem harntreibend, regt die Verdauung an, enthält Wirkstoffe gegen Bakterien, Viren und Pilze in unserem Körper und das viele enthaltene Inulin ist besonders wertvoll für unsere Darmflora.

„Heilpflanzen für den Frühling“ in der Gesundheitspraxis „G’sundes Südtirol“ mit Dr. Christian Thuile, dem Leiter der komplementärmedizinischen Abteilung am Krankenhaus Meran. Ihre Fragen dazu können Sie uns auch mailen (bitte Telefonnummer angeben).