G’sundes Südtirol: Heilkraft der Sonne

Das natürliche Licht der Sonne tut Körper und Seele gut, es kommt nur auf den richtigen Umgang damit an, erklärt Radiodoktor Christian Thuile.

Die Sonne genießt heutzutage oft nicht den besten Ruf, wegen der Gefahr des Sonnenbrandes, der vorzeitigen Hautalterung und natürlich wegen der Risiken für Hautkrebs. Aber überlegt eingesetzt, überwiegt ihre Heilkraft für unseren Körper und unser Gemüt bei weitem, denn das natürliche Licht der Sonne spendet uns Lebensfreude, lockt uns nach draußen ins Freie, wir bewegen uns mehr und trainieren damit unser Herz-Kreislaufsystem und auch unser Immunsystem. Vor allem aber hilft uns die Sonne das wichtige Vitamin D zu bilden, was allein über die Ernährung nicht in ausreichendem Maße möglich ist.

Vitamin D hat Einfluss auf den Kalziumspiegel und den Kalziumhaushalt, ist also wichtig für Knochen und Zähne und es stärkt auch unser Immunsystem. Wer einen Vitamin-D-Mangel hat (und es werden heutzutage leider immer mehr) fängt sich leichter eine Erkältung und auch grippeartige Erkrankungen ein. Neueste Erkenntnisse über dieses Vitamin zeigen, dass es uns auch vor verschiedenen Krebsarten (besonders Brust-, Prostata-, Darm- und Lungenkrebs) schützen kann. Damit es ausreichend gebildet werden kann, reichen schon 15 Minuten am Tag und es muss nicht einmal eine direkte Sonnenbestrahlung sein, das funktioniert auch schon hinter einer Scheibe. Wichtig ist nur, dass wir ausreichend Fläche besonnen, zumindest aber Gesicht und Arme.

Die Sonne auf unserer Haut löst im Körper verschiedene spannende, biochemische Prozesse aus, so unser Radiodoktor, das merken wir besonders im Frühling, wo wir nach dem Winter wieder mehr natürliches Sonnenlicht zur Verfügung haben: dadurch wird das Schlafhormon Melatonin gehemmt, mit der Folge, dass wir weniger müde sind und uns wohler und fitter fühlen und zusätzlich wird auch noch die Produktion des Glückshormons Serotonin angekurbelt.

Aus medizinischer Sicht ist die Sonne ein wahres Multitalent, sie lindert unter anderem Hauterkrankungen wie die Schuppenflechte, schützt sogar vor Multipler Sklerose, hemmt das Krebszellwachstum und in ihr steckt auch das größte Potential für unser Gehirn. Sonnenstrahlen, die auf die Netzhaut in unserem Auge auftreffen, regen Denkprozesse an und wirken stärken als jeder Energiedrink und jeder Kaffee.

Aber: die pralle Mittagssonne zwischen 12 und 15 Uhr ist natürlich zu meiden und wer sich gerade jetzt im Hochsommer im Freien aufhält sollte immer auch für ausreichend Sonnenschutz sorgen, auch im Schatten.

„Heilkraft der Sonne“ in der Gesundheitspraxis „G’sundes Südtirol“ mit Dr. Christian Thuile, dem Leiter der komplementärmedizinischen Abteilung am Krankenhaus Meran. Ihre Fragen dazu können Sie uns auch mailen (bitte Telefonnummer angeben).