G’sundes Südtirol: Heilkraft der Bäume

Hätten Sie gewusst, dass der Nussbaum als Kraft-Räuber gilt? Die unterschiedliche Wirkung von Bäumen, ist oft erstaunlich, erklärt unser Radiodoktor Christian Thuile.

Wälder, die grünen Lungen der Erde, sind lebenswichtig für uns, denn sie produzieren Sauerstoff, filtern Schadstoffe aus der Luft heraus, liefern aber auch Holz und sind Erholungsraum. Trotzdem ist die Baumheilkunde nur mehr wenig bekannt.

Sie besagt unter anderem, dass Eichen und Kastanienbäume große Energiespender sind, der Nussbaum hingegen, eher das Gegenteil bewirkt. Was aber keinesfalls nur negativ zu sehen ist, denn Ungeziefer und viele Insekten meiden den Nussbaum, besonders seine Blätter. Und weniger als Krafträuber, als vielmehr als Regulator, haben sich früher die Mütter seine Wirkung zunutze gemacht: wenn ein Baby unruhig war und keinen Schlaf finden konnte, hat man den Kinderwagen unter einen Nussbaum gestellt, Ungeziefer war darunter ja auch nicht zu befürchten.

Die Buche kann helfen klarer zu sehen, die Gedanken zu ordnen und anregend wirken. Ein Tee aus der Rinde der Buche wirkt fiebersenkend und man kann in einem Auszug aus Buchenblättern auch sehr gut baden, für eine gesunde Haut.

Die Birke wird in der Volksmedizin bei verschiedenen rheumatischen Erkrankungen eingesetzt und auch bei Arthrose. Eine einfache, sehr wirksame äußere Anwendung für die betroffenen Gelenke besteht aus: 100 g Birkenblättern, die man in der Zeit von Juni bis September sammelt und mit 1 l Wasser abkocht. Von Allergikern gemieden, wir die Birke von anderen gesucht, wegen ihrer stark antidepressiven Wirkung, die vor allem auf ihre weiße Rinde zurückzuführen ist.

Die Eiche hat eine sehr ansehnliche mythologische Vergangenheit, sie galt bei Römern und Germanen als der Baum des Mannes, der Stärke und der Ausdauer. Heutzutage wird vor allem die Eichenrinde sehr erfolgreich angewandt (100 g abgekocht in 1 l Wasser) bei Hämorriden, Zahnfleischentzündungen und Fußschweiß.

Die Fichte spielt in Südtirol die Hauptrolle, ist mit einem Anteil von 60 % die häufigste Baumart im Land (Quelle Landesabteilung Forstwirtschaft) und damit auch besonders wichtig für unsere Luft. Fichten und Tannen haben aber auch eine große symbolische Bedeutung, so Dr. Thuile, sie helfen bei innerer Unruhe, Nervosität und Angespanntheit, nicht umsonst sind sie auch die bevorzugten Christbäume. Allein schon der Duft, den diese Nadelhölzer abgeben, erreicht über die Nase unser Gehirn und löst einen entspannenden Effekt aus.

Heilkraft der Bäume“ in der Gesundheitspraxis „G’sundes Südtirol“ mit Dr. Christian Thuile, dem Leiter der komplementärmedizinischen Abteilung am Krankenhaus Meran. Ihre Fragen dazu können Sie uns auch mailen (bitte Telefonnummer angeben).