G’sundes Südtirol: Energie durch Frühlingskräuter

Die ersten frischen Kräuter (wie Löwenzahn im Bild) sind besonders wertvolle Energiespender und verleihen unseren Speisen eine herrliche Würze, erklärt Dr. Christian Thuile.

Frühlingskräuter enthalten bedeutend mehr Antioxidantien als viele Gemüse- und Früchtesorten, da sie ihre ganze Power aus dem erwachenden Boden beziehen. Antioxidantien sind ein spezieller Schutz vor Krankheiten, sie helfen unserem Körper schädigende freie Radikale abzufangen, die uns anfälliger machen und gerade im Frühjahr, wo wir die Zeit der vielen Infekte hinter uns lassen, gilt es möglichst gut damit ausgestattet zu sein.

Brennnesseln sind bei uns bald wieder nahezu überall zu finden und gehören auf jeden Fall zu den Schätzen der Frühlings. Sie können zur Linderung von rheumatischen Schmerzen beitragen, regen den Stoffwechsel an und wirken besonders positiv auf die Nieren, die dadurch besser durchblutet werden und mehr Giftstoffe ausscheiden, was gerade im Frühjahr wichtig ist. Man kann sich aus frischen oder getrockneten Brennnesselblättern einen Tee zubereiten und für eine blutreinigende, kräftigende, entgiftende und entschlackende Kur drei Wochen lang täglich drei Tassen davon trinken.

Nach dem Winter können auch Leber und Galle eine extra Portion Unterstützung gut gebrauchen und hierfür empfiehlt Dr. Thuile: Löwenzahn. Er kurbelt den Magensaft an und damit auch die Verdauung und enthält viele Bitterstoffe, die unsere Leber dazu anregen Giftstoffe, die wir angesammelt haben, besser auszuscheiden. Aus Löwenzahn kann man sich wiederum Tee zubereiten, aber bei uns weitaus beliebter ist der Löwenzahnsalat, der Zichoriesalat.

Die Bachkresse ist ein weiterer besonders wertvoller heimischer Vertreter des Frühlings. Sie enthält viele verdauungsstärkende, scharfe, würzige Senföle und Senfölglykoside, die auch noch unseren ganzen Körper desinfizieren. Bachkresse punktet außerdem durch viel Vitamin B und Vitamin C und bringt auch Eisen, Kalzium und Folsäure für die Blutbildung mit. Man kann ein paar Blätter dieses herrlichen Krautes einfach direkt pur am Bach essen oder damit Salate verfeinern oder auch mit Frischkäse zubereiten.

Petersilie enthält sogar mehr Vitamin C als beispielsweise Orangen oder Kiwi, die dafür ja so bekannt sind. Und nicht nur das: Dieses beliebte und schon bald wieder in unseren Gärten verfügbare Küchenkraut kann auch die Leber anregen, wirkt harntreibend, unterstützt alle Entgiftungsvorgänge unseres Körpers und ist auch noch hervorragend wirksam gegen Blähungen.

„Energie durch Frühlingskräuter“ in der Gesundheitspraxis „G’sundes Südtirol“ mit Dr. Christian Thuile, dem Leiter der komplementärmedizinischen Abteilung am Krankenhaus Meran. Ihre Fragen dazu können Sie uns auch mailen (bitte Telefonnummer angeben).