Gartentipps: Stecklingsvermehrung von Ziergehölzen

Ziergehölze – wem sind sie im Garten nicht ein Augenschmaus? Doch statt diese Pflanzen zu kaufen, gilt der Rat: Ziersträucher zum Null-Tarif!

Die Forsythie ist eine der Frühlingsboten schlechthin. Auch bekannt ist sie unter den, wie auf sie zugeschnittenen Namen, Goldflieder, Goldglöckchen oder Goldweide. Denn schon im frühen Jahr erstrahlen ihre intensiven goldgelben Blüten im Garten und bringen diesen zum Leuchten.
Der ein bis drei Meter hohe Strauch trägt seine Pracht von März bis Mai, danach erscheinen seine sommergrünen Blätter. Die Forsythie liebt ein sonniges bis halbschattiges Plätzchen im Garten. Wenn Sie ihr etwas Gutes tun wollen, pflanzen Sie sie an einem nicht zu trockenen Standort mit wasserdurchlässigem Boden.

Gepflegt werden muss dieser Strauch kaum. Für ein schöneres Wuchsbild und kräftige Blütenbildung empfiehlt es sich etwa alle 3-4 Jahre die überalterten Triebe nach der Blüte dicht über dem Boden abzuschneiden. Lassen Sie nur die kräftigen jungen Bodentriebe aus dem Vorjahr stehen.
Seine ganze Pracht im Frühlingsbeet entfaltet der Zierstrauch neben der Zierquitte oder der Blutjohannisbeere.

Aber Vorsicht bei Kindern: Alle Teile der Pflanze sind gering giftig!


Kann ich die Forsythie auch selbst vermehren?
Wer gerne mal etwas ausprobiert, hat jetzt die Gelegenheit dazu: Frühling ist die optimale Jahreszeit um Ziergehölze zu vermehren. Hierbei bedient man sich meist einer Methode, die das Regenerationsvermögen aus Pflanzenteilen nutzt.              

So auch bei der Forsythie: Denn man kann jetzt 20 Zentimeter lange Stecklinge von ihr schneiden und den Strauch so selbst vermehren. Dabei sollte es sich optimaler Weise um grüne, einjährige Triebe handeln. Bei dem Schnitt ist darauf zu achten, dass der untere schräg und unter einer Knospe, der obere dagegen gerade und 2-3 cm über einer Knospe ausgeführt wird.

Wichtig: Achten Sie aber darauf, dass die Pflanze noch nicht ausgetrieben hat, denn dann ist die Zeit der Vermehrung schon wieder vorbei!
             
Die Steckhölzer werden nun mit der Wuchsrichtung nach oben zu dreiviertel in mit Erde gefüllte Töpfe gesteckt, hier können sie Wurzeln bilden. Davor sollte man allerdings die unteren und auch ein paar der oberirdischen Knospen entfernen, denn sonst würden zu viele Blätter spießen.

Ihre Topfwahl sollte auf einen Topf mit Löchern an der Unterseite fallen, in der Erde sollte etwas Sand enthalten sein. Diese beiden Tipps haben einen ganz einfachen Hintergrund: Steckhölzer sind sehr empfindlich bezüglich Pilz – und Bakterienkrankheiten und diese können sich vor allem bei Staunässe sehr gut entwickeln. 

Wenn sich schon im Frühjahr Blütenknospen entwickeln, ist es empfehlenswert diese auszubrechen, denn der Steckling sollte seine ganze Kraft in die Bildung von Wurzeln investieren. Nachdem sich diese gebildet haben, können Sie den Nachwuchs im Garten auspflanzen und sich das ganze Jahr über an ihm erfreuen.

Kann man die Bewurzelung denn auch beschleunigen?
Möchten Sie die Bewurzelung beschleunigen bietet es sich an Bewurzelungspulver zu kaufen. Hierbei handelt es sich um ein pulverförmiges Mittel, das mit Wurzelwachstumshormonen und Nährstoffen versehen ist. Man taucht die Schnittstellen der Hölzer etwa 2cm in das Pulver oder gibt etwas davon  in vorgefertigte Stecklöcher.