Gartentipps: Orchideen, Königin der Blumen

Für manche ist sie die „Königin der Blumen“ – ihr Name wird oft als Synonym für außergewöhnliche Schön- bzw. Seltenheit gebraucht: die Rede ist von der Orchidee. Dabei kann man eigentlich kaum von der Orchidee sprechen, handelt es sich bei den Orchidaceae doch um eine große, weltweit verbreitete Pflanzenfamilie, zu der rund 1000 Gattungen mit bis zu 30.000 Arten zählen.

Viele Arten, wie unsere Zimmer-Orchideen, wachsen nicht in der Erde, sondern auf Bäumen. Dabei sind Orchideen allerdings keineswegs Schmarotzer, welche die Nährstoffzufuhr ihrer Wirtspflanzen anzapfen; sie nutzen nur den erhöhten Standort, während sie über ihre Luftwurzeln und Blätter Wasser bzw. Nährstoffe aufnehmen.

Welches Substrat eignet sich für Orchideen?
Aufgrund ihrer Wuchsform stellen Orchideen besondere Anforderungen ans Substrat. So ist normale Blumenerde für Orchideen völlig ungeeignet. Darin würden die Luftwurzeln der exotischen Schönheit verfaulen. Empfehlenswert ist Substrat, welches zum einen luftdurchlässig ist und zum anderen den Wurzeln Halt gibt. In spezieller Orchideenerde sind daher oft Rindenstücke oder andere Pflanzenteile enthalten.

Übrigens: Nach zwei bis drei Jahren ist das alte Substrat in der Regel durch frisches zu ersetzen. Bester Zeitpunkt zum Umtopfen ist dabei das Frühjahr.  

Pflegetipps für Orchideen
Aus der tropischen Heimat der Orchidee stammt auch ihre Vorliebe für eine hohe Luftfeuchtigkeit.

  • Am besten, man besprüht Pflanze, Luftwurzeln und Substrat regelmäßig mit sehr weichem Wasser (idealerweise Regenwasser, zur Not abgestandenes Leitungswasser). Viele Orchideenliebhaber ziehen das Besprühen dem Gießen auch noch aus einem anderen Grund vor: bei letzterem kann es leicht passieren, dass Wasser im „Herz“ bzw. zwischen den Blättern „stehen“ bleibt und die Pflanze anfängt, zu faulen.
  • Weil die Orchidee nicht nur Wasser sondern auch Nährstoffe über die Luftwurzeln aufnimmt, empfiehlt sich auch beim Düngen das Besprühen der Pflanze mit Dünger versetztem Wasser. Man kann den, im Handel erhältlichen Orchideendünger, aber auch wie gewohnt dem Gießwasser beimischen. Bleiben trotz vorsichtigen Gießens doch mal größere Tropfen am Blatt „hängen“, einfach das überschüssige Wasser mit einem Papiertuch abtupfen. Gedüngt wird während der Wachstumsphase alle zwei bis drei Wochen.


Warm oder kalt – hell oder dunkel? Standorttipps für Orchideen
Es gibt Orchideenarten für die unterschiedlichsten Standorte, von sehr hell (aber keine direkte Sonneneinstrahlung) bis halbschattig. Den Lichtbedarf der einzelnen Orchideenart kann man an ihren Blättern ablesen: Pflanzen mit vielen, weichen Blättern bevorzugen eher ein schattiges Plätzchen, die hartblättrigen Sorten hingegen vertragen direktes Licht besser. Auch in punkto Temperatur gilt: es gibt Sorten für das beheizte Fensterbrett (vorausgesetzt die Heizung wird nachts niedriger gestellt) und solche, die sich in kühleren Räumen (wie z.B. im Schlafzimmer oder Treppenhaus) wohler fühlen.