Gartentipps: Mord ist Ihr Hobby!

Sie ist die bekannteste fleischfressende Pflanze – die Venusfliegenfalle! Um eines klar zu stellen: Die Insekten sind nur ein willkommenes Zubrot für die Pflanze, doch keinesfalls lebensnotwendig!

Faszinierend ist die Tatwaffe: Am Ende der einzelnen Blätter bildet sich ein 3 bis 4 cm großer zweiklappiger, mit steifen Wimpern versehener Fangapparat. Auf den Innenseiten sind jeweils drei kleine Fühlborsten angebracht. Berührt ein Insekt diese Sinneshaare, so schnappt die Falle sekundenschnell zu: eine der schnellsten Bewegungen im Pflanzenreich.

Experimentierfreudige können den Fangmechanismus mit einem Bleistift auslösen. Allerdings sollte man wissen, dass die einzelne Falle sich maximal sieben Mal schließt, bevor sie abstirbt. Hat die Venusfliegenfalle „echte“ Beute gemacht, so beginnt sie mit der Ausscheidung von Verdauungsenzymen, die die Beute abhängig von der Größe in Stunden oder auch mehreren Tagen zersetzen. Danach öffnet sich die Falle wieder und der leere Chitinpanzer zeugt noch davon, dass ein Insekt sein Leben lassen musste.

Einige Pflegetipps: Das Gießwasser sollte möglichst kalkfrei sein. Die Pflanze darf auf keinen Fall in normaler Blumenerde stehen. Das Substrat muss sauer und sehr nährstoffarm sein wie z.B. Hochmoortorf, den man mit Quarzsand vermischen kann.

Unsere „Killerin“ schätzt im Sommer einen warmen und sehr hellen Standort. Das Substrat sollte immer feucht-nass sein. Im Winter während der Ruheperiode wird die Venusfliegenfalle etwas trockener und kühler gehalten