Gartentipps: Garten auf dem Balkon

Der Frühling ist da – und was liegt da näher als sich Blümchen für Balkon und Terrasse zu besorgen. Allerdings sollte man jetzt noch nicht zu den klassischen Balkonpflanzen wie Pelargonien, Begonien, Fuchsien und Co greifen – die Eisheiligen (11.-15. Mai) sind nämlich noch nicht vorbei, d.h. die Gefahr wäre groß, dass die Blumen durch Nachtfröste Schaden nehmen.  

Bevor es losgeht – kleines Einmaleins der Balkonkästen
Vor dem Pflanzen kommt das Putzen! D.h. alte Balkonkästen sollten vor dem Bepflanzen erst einmal gründlich gereinigt werden; weiße Kalkflecken an Tontöpfen lassen sich z.B. durch Einweichen in Essigwasser (Verhältnis Wasser/ Essig - 9:1) und anschließendes Abbürsten entfernen. Ob Sie Ton- oder Kunststoffbehälter favorisieren ist eine Geschmacks- und Preisfrage. Sie sollten bei der Wahl des Balkonkastens aber unbedingt auf Löcher im Kastenboden achten, damit das Wasser ablaufen kann. Also: die vorgestanzten Löcher mit dem Schraubenzieher durchstoßen oder gegebenenfalls zum Bohrer greifen! Kleiner Tipp: Tonkästen am besten vor dem Bepflanzen über Nacht in Wasser tauchen, damit sie sich voll saugen können und nicht der Erde – und damit den Pflanzen – gleich das ganze Wasser entziehen. Für den idealen Blumenkasten gilt: so breit und tief wie möglich, dann haben die Pflanzen genug Platz und Sie können ihn schöner gestalten!  

Was muss man beim Bepflanzen der Balkonkästen beachten? 
Beim Bepflanzen gilt es Folgendes zu beachten: als unterste (Drainage-)Schicht etwa zwei Finger dick Blähton (zur Not tun es auch Tonscherben) in den Balkonkasten füllen. Darauf folgt dann eine Schicht aus frischer Erde, die etwa bis zwei Zentimeter unter den Kastenrand reichen sollte, damit beim Gießen nicht die Erde ausgeschwemmt wird.  

Welche Blumen eignen sich für die Frühjahrsbepflanzung?
Zu den klassischen Frühlingsboten zählen neben vielen Zwiebelpflanzen wie Tulpen, Narzissen und Hyazinthen auch die Primeln. Letztere sind nicht nur in allen erdenklichen Farben erhältlich – sie eignen sich noch dazu für den eher schattigen Balkon. Besonders gut zur Geltung kommen die Frühlingsboten, wenn sie in Gruppen bzw. als regelrechte Blütenteppiche gepflanzt sind. Für den Balkonkasten bestens geeignet sind außerdem Vergissmeinnich, Maßliebchen oder Stiefmütterchen. Übrigens: Stiefmütterchen können jetzt auch Hochstämmchen bzw. anderen Kübelpflanzen untergepflanzt werden. 

Tipps zur Gestaltung der Balkonkästen
Egal ob Sie eine einfarbige oder bunte Balkonbepflanzung bevorzugen – wenn der Balkonkasten breit genug ist, empfiehlt es sich, die Blumen versetzt – also nicht in einer Linie – einzupflanzen. Dabei sollte man darauf achten, hängende Pflanzen an die Seiten bzw. nach vorne und die höherwüchsigen entsprechend in die Mitte bzw. eher in den Hintergrund zu setzen. Beim Einpflanzen der Frühlingsblüher müssen Sie übrigens nicht ganz so viel Abstand zwischen den einzelnen Blumen lassen, wie sonst – dicht beieinander gepflanzt wirken sie zum einen besser, zum anderen bleiben sie ja ohnehin nicht so lange im Balkonkasten, wie die Sommerblüher. Sind die Frühblüher verblüht, nehmen Sie sie einfach heraus und pflanzen Sie sie in den Garten. Den freigewordenen Platz im Balkonkasten nehmen dann die Sommerblüher ein. Denken Sie daran, dass diese nun mehr Platz für sich beanspruchen – d.h. Sie müssen weniger Pflanzen kaufen.