Angst vor Einbrüchen

In Meran wurden am Wochenende zwei Männer niedergeschlagen, scheinbar grundlos. Täglich wird irgendwo in Südtirol eingebrochen. Wie gehen wir mit dem wachsenden Gefühl der Unsicherheit um?

Die hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht, das wissen wir. Aber bisher waren wir verwöhnt. Südtirol war, was Sicherheit angeht, bisher ein gutes Platzl. Jetzt kommt diese vermeintliche Gewissheit immer mehr ins Wanken. Immer mehr Einbrüche und Gewalttaten ereignen sich, und keine Lösung scheint in Sicht. Viele Menschen haben Angst, fühlen sich auch in den eigenen vier Wänden nicht mehr sicher.

Psychologen raten: Wenn man Angst hat, ist es wichtig, von der emotionalen auf die rationale Ebene zu wechseln. 

Man darf sich nicht im Schneckenhaus verkriechen. Aus lauter Angst vor einem Einbruch nicht mehr aus dem Haus gehen, weil im eigenen Dorf schon mehrfach eingebrochen wurde, schränkt in erster Linie die eigene Lebensqualität ein.

Die Statistik sagt: 27 Prozent der Deutschen ziehen nach einem Einbruch um, fast jeder Fünfte legt sich einen Hund zu, 39 Prozent treffen Sicherheitsvorkehrungen, installieren also zum Beispiel eine Alarmanlage. Wichtig ist, das Gefühl zu haben, dass man etwas gegen die Angst tun kann.

Vielerorts tun sich auch Nachbarn zusammen und informieren einander gegenseitig, wenn sie was Verdächtiges sehen. Durch dieses Gefühl des Zusammenhalts lebt es sich leichter, auch wenn die Angst vor Übergriffen oder Einbrüchen dadurch nur teilweise in den Hintergrund rückt.

Gemeinsam wachsam sein, das ist immer noch eines der besten Mittel gegen Einbrüche. Sowohl psychologisch als auch in der Praxis.