Winterfitness für unsere Gartengeräte

Die Gartensaison ist zu Ende, die Gartengeräte haben ihren Dienst getan. Doch bevor diese in den Winterschlaf dürfen, müssen wir sie jetzt noch auf Vordermann bringen.

Die Metallteile von Spaten also Spatenblatt, Schaufel oder Grabgabel sollten vollständig von Erde befreit und gesäubert werden. Bei hartnäckigen Rückständen sind auch Schmirgelpapier oder eine Drahtbürste hilfreich, leichter Rostansatz wird mit Stahlwolle entfernt. Dann mit Rapsöl bestreichen, damit die Stahlplatte im Schuppen nicht rostet. Danach werden die Geräte gründlich mit Öl eingerieben und trocken gelagert.

Raue Stellen am Holzstiel lassen sich ebenfalls mit Schmirgelpapier bearbeiten. Anschließend werden die angerauten Holzteile mit Leinöl eingerieben. Das Öl macht das unbehandelte Holz witterungsbeständiger und erhöht die Griffigkeit.

Wichtig: Beim Umgang mit Leinöl ist Vorsicht geboten, weil es bei unsachgemäßer Handhabung zur Selbstentzündung neigt. Deshalb unbedingt daran denken, mit Leinöl getränkte Textilien flach auf einer nicht brennbaren Fläche zum Trocknen auszulegen, in Wasser zu tränken oder in einem luftdichten Behälter aufzubewahren.

Ist der Holzstiel stark beschädigt, muss meist kein neues Gerät gekauft werden, kostengünstiger ist es, den Stiel einfach auszuwechseln.

Mit Stahlwolle wird Rost und Dreck von der Axt abgerieben. Dann die Klinge mit einer Feile schärfen  Apropos Schärfen: Damit sie exakt schneidet, wird die Handheckenschere mit einer Feile geschärft.

Die Schere, des Gärtners Lieblingswerkzeug, braucht eine besondere Behandlung!

Ein stumpfes Messer oder Schere durchtrennt pflanzliches Gewebe nicht richtig, sondern reißt es auf. Die Verletzungen können dazu führen, dass Schadpilze leichter in die Pflanze eindringen können. Deshalb müssen unsere Schneidinstrumente immer scharf sein. Die Klingen dieser Werkzeuge müssen geschliffen werden. Das gilt nicht nur für die Messer, sondern auch für die Klingen der Scheren! Die halten nicht ewig! Sie nutzen sich mit der Zeit ab und sollte deshalb ab und zu nachgeschliffen werden. Normale Schnittwerkzeuge schneiden besser, wenn man mit ihnen gelegentlich ein Stück Schleifpapier durchschneidet. Ideal eignet sich zudem ein zweiseitiger Handschleifer.

Eine Astschere hat wichtige bewegliche Teile, die von Zeit zu Zeit in den Gelenken etwas geschmiert werden sollten, damit sie sich wieder leicht und mühelos bewegen lassen. Sprüh- oder Kriechöl sorgt für die Leichtgängigkeit der Gelenke und bietet gleichzeitig einen Korrosionsschutz. Die Gelenkstelle gut einsprühen, das Öl einziehen lassen und den Rest des Mittels mit einem Tuch entfernen. Übrigens: Baumsägen lassen sich nicht nachschleifen, die Blätter werden einfach ausgetauscht.

Auch Gartenschlauch  & Regentonne brauchen besondere „Zuwendung“.

Vor Frost müssen Geräte und Zubehör geschützt werden, die Wasser enthalten. Gartenschläuche, Regentonnen, Wasserleitungen im Freien, Wasserzähler und Gartenpumpen müssen entleert werden, damit gefrierendes Wasser die Geräte nicht beschädigt oder zerstört.

Die Gartengeräte zum Graben, Hacken und Schneiden sind im Winterquartier- jetzt fehlen noch die elektro-  oder. akkubetriebenen Geräte und der Rasenmäher .

Gartengeräte mit Akku-Antrieb wie Rasenmäher, Trimmer oder Heckenscheren sollten jetzt nicht einfach in die Ecke gestellt werden. Denn der Strom kommt häufig aus Nickel-Cadmium-Akkus, die sich mit der Zeit selbst entladen. Dies ist nicht weiter schlimm, solange die Akkus nicht über längere Zeit vollkommen leer lagern. Fahren Sie die Geräte vor dem Einlagern noch einmal leer und laden Sie die Akkus dann voll auf. Während der Winterpause genügt es, nach 2-3 Monaten nachzuladen. Elektrowerkzeuge mit Lithium-Ionen-Speicher haben gegenüber anderen Akkuwerkzeugen Vorteile Sie halten den Strom länger, haben eine kaum messbare Selbstentladung und kennen keinen Memory-Effekt. Das heißt, die Geräte können bei jedem Batteriezustand an das Ladekabel gehängt werden.

Die nächste Gartensaison kommt bestimmt – da muss auch der Rasenmäher wieder „fit“ sein. Doch meist kommt es anders als man denkt: Das verflixte Ding will einfach nicht starten! Der Grund: Fehler gemacht beim Start für den Winterurlaub, wie machen wir die Mäher fit fürs nächste Jahr?

Wer sich nicht mit Motoren auskennt, hat verloren, oder muss sich auf den Weg zu einer Werkstatt machen, die das Problem für teures Geld behebt. Dabei müsste es überhaupt nicht zu Problemen kommen, denn mit der richtigen Vorbereitung auf die kalte Jahreszeit läuft der Rasenmäher auch im nächsten Frühjahr zur Höchstform auf – und das ohne irgendwelche Startprobleme.

1. Tipp: Kein Sprit im Tank lassen. Ganz wichtig ist es, dass der Tank vor der Winterpause restlos leer ist. Resttreibstoff verliert über den Winter seine Zündfähigkeit, so dass Probleme beim Starten programmiert sind. Ist nach dem letzten Einsatz des Jahres also noch etwas Sprit im Tank, sollte der Rasenmäher solange laufen gelassen werden, bis er von alleine ausgeht.

2. Ölwechsel
Über Winter läuft die Maschine zwar nicht, dennoch sollte vor dem Winterschlaf der Ölstand kontrolliert werden. Ich empfehle das Öl aus dem Mäher herauszuziehen ( Ölwechsel-Set gibt es in jedem Gartenmarkt) und einen Ölwechsel durchzuführen. Mein Tipp: Der Benzin-Rasenmäher lässt sich viel besser reinigen, wenn das Öl vor der Reinigung entfernt wird. Denn beim Kippen auf die Seite droht ein größerer Schaden, wenn Öl in den Luftfilter oder den Auspuff gelangt. Deshalb: Das neue Motorenöl wird erst nach dem Putzen eingefüllt!

3. Rasenmäher reinigen
Nach dem letzten Rasenmähereinsatz des Jahres muss das Gerät gründlich gesäubert werden. Am Gehäuse klebende Grasreste werden mit einem Hand-besen oder Kunststoffspachtel entfernt.  Bitte niemals den Mäher mit Wasser oder gar mit einem Dampfstrahler absprühen! Die Feuchtigkeit  schädigt Lager, Dichtung und Motor. Bei Rasenresten am Auspuff oder bei den Kühlrippen besteht Brandgefahr. Auch hier sollte also tätig werden. Mit Bürste und Wasser wird der Rasenmäher tipptopp sauber. Dann wird die Zündkerze ausgebaut und gereinigt.  Mein Tipp: Zum Reinigen der Unterseite wird der Mäher nach hinten gekippt, so dass die Zündkerze nach oben zeigt.

4. Messer schleifen / schadhafte Teile austauchen
Sind schadhafte Stellen wie Risse oder Kerben am Mäher zu sehen, sollten diese Teile in einer Fachwerkstatt ausgetauscht werden. In der Werkstatt kann man auch gleich das Messer schleifen lassen. Um eine optimale Mähleistung zu erzielen, gehört das Messer alle 25 Arbeitsstunden geschliffen.

5. Winterlager für den Rasenmäher
Der richtige Rastplatz für den Rasenmäher sollte staubfrei, trocken und bei Rasenmähern mit Starterbatterie unbedingt frostfrei sein. Ihn dabei gut abzudecken ist empfehlenswert.