Wie schützen sie sich gegen den „Bulgarischen Dietrich“?

Türen aufbrechen ohne Spuren zu hinterlassen. Mit dem „grimaldello bulgaro“ wird in Bozen seit einigen Wochen eingebrochen. Ein spezielles Gerät, das in Italien schon seit Jahren verwendet wird, sperrt leider hervorragend Doppelbartschlösser auf. 

Türen mit Doppelbartschlössern finden wir hauptsächlich in Städten, in Bozen, Meran, Brixen und Bruneck. Die Schlüssel erkennt man an den „Bärten“ auf beiden Seiten. Man findet sie vor allem bei Sicherheitstüren und Tresoren älteren Datums.

Sie umzurüsten geht, sagt Günter Zenleser vom gleichnamigen Schlüsseldienst in Bozen. Um sich vor dieser Art von Einbrüchen zu schützen, muss man das Doppelbartschloss auf einen europäischen Profilzylinder umbauen. Die Kosten belaufen sich auf 400 bis 900 je nach Schlosstyp.

Aber auch Standardfenster lassen sich innerhalb weniger Minuten mühelos öffnen. Durch zusätzliche mechanische Sicherungen kann man das Eindringen erschweren.

Sie können zum Beispiel eine Teleskopstange innen quer vor die Fenster zu montieren (Kosten: ab 120 Euro). Nicht gerade hübsch aber effektiv.

Oder schöner aber auch etwas teurer, einbruchhemmende Beschläge. Diese werden im Fensterrahmen montiert. Oft lassen sich bestehende Fenster- und Terrassentüren auch umrüsten.