Über Zoch und Pfott

Komische Musik, verkleidete Männer und jede Menge Lärm. Fasching ist die Zeit der Maschger in Prad.

„Es gibt acht verschiedene Tanzpaare, aus Männer bestehend“, erklärt  Gilbert Stillebacher, der Organisator vom heurigen Faschingsspektakel, „die haben alle ein anderes Kostüm, also unterschiedliche Trachten und tanzen zu ganz verschiedenen, eigenartigen und nicht unbedingt alltäglichen Melodien, also eine Art Stubentanz und der Brauch selber findet in den Gasthäusern statt“.

Der Bajaz - die einzige Figur, die alleine geht - und die Paare treten jeweils zwei Mal auf, außer Bauer & Bäuerin, sowie Zoch & Pfott. Letztere stürzen sich in zweiter Runde auf die Gäste, was augenscheinlich dazu dient Fruchtbarkeit zu demonstrieren. Der Bauer sammelt freiwillige Spenden und die Bäuerin bestellt beim Wirt die Getränke. Das Zigeunerpaar hingegen versucht dem Wirt und so manchem Gast Getränke und Zigaretten abzunehmen; auch Schuhplattler begleiten seit einigen Jahrzehnten den bunten Umzug.

Die Maschger werden jedes Jahr abwechselnd von einem anderen Prader Verein organisiert: heuer von den Goaßlschnöllern.

Schon vormittags geht es los: mit Sirenen und Konfetti wird lauthals durchs Dorf gefahren und die Gasthäuser aufgemischt.