The Homesman

Acht Jahre nach seinem fulminanten Cannes-Erfolg mit „The Three Burials“, für den Tommy Lee Jones den Preis für den besten männlichen Hauptdarsteller und das beste Drehbuch erhielt, kehrt er nun mit „The Homesman“ zurück.

Im Nebraska des 19. Jahrhunderts lebt die alleinstehende und gottesfürchtige Siedlerin Mary Bee Cuddy in einer kleinen Grenzstadt umgeben von den endlosen Weiten der Prärie. Das Leben ist hart, es zehrt an ihr, ihre Einsamkeit macht es noch schlimmer. Weil alle Männer der einsamen Gemeinde kneifen, erklärt sich die allein stehende Mary Bee Cuddy bereit, drei in der Einöde wahnsinnig gewordene Frauen in einer Kutsche Richtung Osten zu fahren und in die Obhut der Kirche zu übergeben. Unterwegs gewinnt sie einen alten Cowboy als Mitstreiter, den sie davor bewahrt, gelyncht zu werden.

Aus Dank begleitet Briggs Mary Bee. Während die beiden sich den beschwerlichen Weg durch Eiseskälte und Indianergebiet bahnen, entwickelt das ungleiche Paar gegenseitigen Respekt voreinander.

Nicht nur das kluge Drehbuch, die guten Darstellerinnen und schöne weite Bilder machen „The Homesman“ sehenswert. Es ist auch Tommy Lee Jones. Dieser schafft es, die Geschichte Amerikas mit seinem Gesicht zu erzählen. Gedemütigt, hoffend, mutig, wütend, meist entschlossen verschlossen und nur selten lächelnd. Tommy Lee Jones hat mit seiner zweiten Regiearbeit den Western eindrucksvoll belebt