The best cut

Scheren: Welche Voraussetzungen müssen sie mitbringen?
Alle Werkzeuge, die Schnittaufgaben erledigen, müssen im scharf sein. Denn die Äste und Triebe wollen geschnitten und nicht gequetscht werden. Bei Quetschung wird das Gewebe unter der Schnittstelle schwerst verletzt und öffnet so allen Krankheitskeimen Tür und Tor.

Wer für was oder die Frage: Welche Schere gehört zum passenden Gehölz!
Wer Schnittmaßnahmen an Obstbäumen und -Sträuchern durchführt, braucht eine Baumsäge für größere Äste, eine Baumschere für Äste und Zweige und ein Messer (Hippe) zum Glattschneiden der Schnittwunden. Universell einsetzbar ist die Gartenschere oder Rosenschere. Sie beschneidet Obstgehölze, Rosen und Ziersträucher. Zum Rückschneiden der Hecken ist die Hand-Heckenschere zu empfehlen.

Modery's Expertentipp: Achten Sie auf den Wellenschliff der Messer und auf eine leicht regulierbare Messervorspannung. Eine ausreichende Messerlänge (etwa 21 bis 26 cm) ist für einen sauberen Schnitt unerlässlich.

Anti Aging: Der richtige Verjüngungszeitpunkt  oder der richtige Zeitpunkt für den Schnitt
Grundsätzlich ist ein Schnitt zu allen Jahreszeiten durchführbar. Der am besten geeignete Zeitpunkt: Die winterliche Ruhezeit! An blattlosen Bäume und Sträucher erkennt man schnell, was weggeschnitten und was „bleiben“ darf. Unter fünf Grad Celsius Außentemperatur sollte an Bäumen und Sträuchern weder geschnitten noch gesägt werden, denn gefrorenes Holz bricht und splittert leicht! Dezember bis März – Auslichtungsschnitt bei Frühsommerblüher (z.B. Deutzie, Spieren, Haselnuss, Heckenkirsche, Gartenjasmin, Weigelie, Schneeball, Goldregen)

Wichtig: Dieser Auslichtungsschnitt findet erst dann statt, wenn die Ziersträucher mindestens drei Jahre im Garten wurzeln. Vorgehen: Mindestens ein Drittel der älteren Haupttriebe (sind an der gefurchten und rauen Rinde zu erkennen) herausschneiden. Auch kranke und sich kreuzende Triebe werden entfernt.

Gartenexperte Andreas Modery rät:

  • Großblättige Immergrüne – wie z.B Stechpalme, Kirschlorbeer – werden mit der Handschere geschnitten, denn Heckenscheren (manuell oder elektrisch) zerschneiden die Blätter. Die Folge sind hässliche „Trockenränder“.
  • Lavendel: Der kräftige Rückschnitt findet im Frühjahr statt. Aber erst dann, wenn kein Frost mehr zu erwarten ist. Dieser Schnitt wird etwas radikaler durchgeführt. Damit wird für einen kompakten Wuchs und viele neue Triebe gesorgt. Außerdem verhindern Sie so, dass die Pflanze von unten her zu sehr verholzt. Wo sie verholzt ist,  wächst nichts mehr nach und somit ist sie dort sehr kahl. Scheuen Sie sich also nicht, die Schere anzusetzen. Achten Sie aber unbedingt darauf, dass jeweils ein Abschnitt vom letztjährigen Trieb mit einigen Blättern stehen bleibt. So kann der Lavendel nach dem Rückschnitt kräftig wachsen.