Sonne, Wasser und ...?

Drei Dinge brauchen unsere Pflanzen – Sonne, Wasser und? Richtig: Nahrung. Diese wird im Garten mit dem Begriff „Dünger“ bezeichnet und ist notwendig, damit die Pflanzen gesund wachsen, herrlich aufblühen oder uns schließlich mit leckeren Früchten verwöhnen.

Gibt es in der Natur überhaupt einen Dünger?
In der Natur bekommen die Pflanzen ihre Nährelemente durch den organischen Kreislauf: Laub fällt zu Boden und die natürlich vorkommenden Mikroorganismen zersetzen dieses Material. Dabei bildet sich Dauerhumus, der den Boden und seine Struktur verbessert. Die entstandenen Nährelemente nehmen die Pflanzen auf – und alles beginnt wieder von vorne.

Warum funktioniert dieser Kreislauf nicht auch im Garten?
Es sind unsere Aktivitäten, die diesen Kreislauf unterbrechen. Denn wir entsorgen das Laub vom Boden ebenso wie das Material des Rückschnittes. Die Folge unserer „Reinlichkeit“ ist, dass es immer weniger Mikroorganismen gibt, da diese wiederum kein organisches Material mehr finden. Die Mikroorganismen verhungern und stellen den Pflanzen keine Nährelemente zur Verfügung – der Kreislauf des Verhungerns hat eingesetzt.

Welche Dünger gibt es?
Wir unterscheiden zunächst zwischen organischem und mineralischem Dünger. Organischen Dünger besteht aus natürlichen Komponenten. Hierzu zählen Kompost, Schafswolle, Hornspäne oder Pferdemist. Diese „Naturtalente“ sind umweltfreundlich und für das ökologische „Gartln“ bestens geeignet. Er zersetzt sich langsam und gibt die Nährelemente nach und nach ab. Mineralische Dünger sind pflanzenverfügbar und zudem höher dosiert.

Wann sollte gedüngt werden?
Gedüngt wird nur in der Wachstumsphase – also ab jetzt und bis etwa Mitte August. Dann wird das Düngen wieder eingestellt.
Moderys Expertentipp: Lieber weniger, dafür aber häufiger düngen!