Schiedsrichter "abgewatscht". Es geht rau zu in der Südtiroler Amateurliga

Geschehen im Fußballspiel Gladiators Sterzing gegen Eggental, 3. Amateurliga. Nach drei roten Karten sah ein Spieler rot und hat dem Schiedsrichter zwei "Watschen" verpasst. Das Spiel wurde abgebrochen und der Schiedsrichter im Krankenhaus behandelt.

Das ist kein Einzelfall. Alleine 2014 wurden in Italien 370 Schiedsrichter tätlich angegriffen, beklagt der italienische Schiedsrichterverband AIA und droht gleich mit einem nationalen Schiedsrichterstreik, sollte der italienische Fußballverband keine Maßnahmen zur Bekämpfung der Gewalt gegen Schiedsrichter ergreifen.

Auch außerhalb unserer Landesgrenzen ist das Phänomen bekannt. Vor allem in den unteren Ligen werden Schiedsrichter beleidigt und bedroht. Die Videoplattformen im Internet sind voll mit "Beweisvideos" und zeigen, dass es im Amateurfußball viel zu oft ziemlich rau zugeht.




"Fair Play gilt auch im Umgang mit den Referees." betont Siegfried Stocker, Sektionsleiter des SSV Taufers. So bleibt die Hoffnung, dass sich die Spieler und Fans diese Worte zu Herzen nehmen und die Schiedsrichter mit Respekt behandelt werden, ohne Streik.