Rosen brauchen jetzt Zuwendung

Sie ist die wohl edelste aller Blumen und zaubert jeder Frau ein Lächeln auf die Lippen – die Rose. Wie man sie am besten hegt und pflegt verrät Gartenexperte Andreas Modery diese Woche.

Die Sorge um die Gesundheit von "gekrönten" Häuptern ist immer besonders groß - die Rose macht hier keine Ausnahme! Denn leider trachten sehr viele Krankheiten nach ihrer Blüte. Am häufigsten sind das Mehltau, Sternrußtau und Rosenrost. Diesen Pilzkrankheiten können wir am besten Paroli bieten, wenn wir bereits bei der Pflanzung auf den richtigen Standort achten. Rosen brauchen neben viel Sonne auch ein "luftiges" Plätzchen. Für Rosen, die mit dem Wind spielen können, ist die Pilzgefahr ganz gering.

Bitte in Blüte schneiden!
Machen Sie es sich zur Aufgabe, Ihre Rosen noch im blühenden Zustand zurückzuschneiden. Das fördert wie keine andere Maßnahme den zweiten Blütenflor. Die Rose braucht durch diesen Eingriff auch keine unnötige Kraft zur Samenbildung aufzuwenden. Der Rückschnitt der verblühten Rosen geht bis zum ersten voll entwickelten, fünfblättrigen Laubblatt zurück. Das bedeutet, dass die Rosen nochmals Blüten ansetzten kann. Sie erreichen so einen Durchtrieb der noch "schlafenden" Knospen.

Königlicher Speiseplan
Rosen lieben nährstoffreichen Boden. Deshalb sollten die blühenden Hoheiten stets mit Düngergaben, am besten Komposterde, fit gehalten werden. Bei Neupflanzung von Rosen mischt man Hornspäne gleichmäßig unter die Erde. Erst wenn die Pflanzen angewachsen sind und die Triebe eine Länge von 10 cm erreicht haben, kann rund 100 bis 200g Rosendünger pro m2 eingestreut werden. Die "Nachdüngung" sollte im Mai, Juni und Juli mit je 50g pro m2 serviert werden. Danach wird jede Düngung eingestellt.
Modery‘s Expertentipp: Auch regelmäßiges Gießen ist zur Erhaltung des Blütenflors unersetzlich. Achten Sie beim Wässern darauf, dass die Blätter und Blüten nicht nass werden. Denn Feuchtigkeit auf diesen Pflanzenteilen fördert die gefürchteten Pilze wie Mehl und Sternrußtau!

Wildtriebe bei Rosen entfernen
Wilde Rosentriebe sind Zweige, die am Rosenstock unterhalb der Veredlungsstelle (Propfstelle) austreiben. Sie rauben der Edelrose soviel Saft und Kraft, dass sie sogar eingehen kann. Der Sommer ist die beste Zeit, um wilde Rosentriebe zu entfernen. Graben Sie bis zum Wurzelstock auf und schneiden Sie die Wildlinge ab. Zu erkennen sind wilde Triebe daran, dass sie anders aussehen als die Zweige der Edelrose, denn sie besitzen meist sieben Laubblätter und mehr an einem Blattstiel.