Pflegetipps rund um die Palme

Die meisten Palmen bevorzugen schwere, leicht und saure Erde. Wer möchte, kann auf das im Handel erhältliche Spezialsubstrat zurückgreifen oder die Erde aus Torf, lehmhaltiger Erde, Kompost und Sand selbst mischen.

Expertentipp: Einige Palmen gedeihen auch als Hydrokultur hervorragend. Wer seine Pflanze von Erde auf Hydro umstellen möchte, sollte das – wie das Umtopfen generell – auf das Frühjahr verlegen. Wichtig ist dabei, dass alle Erde aus dem Wurzelballen gespült wird, bevor die Palme in den, mit Blähton gefüllten Spezialtopf gesetzt wird.

Das Geld für einen speziellen Palmendünger kann man sich mit guten Gewissens sparen – ein ganz normaler Grünpflanzendünger ist ohnehin meist besser auf die Bedürfnisse der mediterranen Schönheiten abgestimmt. Gedüngt wird im Sommer etwa alle zwei Wochen, im Winter gar nicht. Eine Möglichkeit, die Palmen mit Nährstoffen zu versorgen, ohne dass die Gefahr einer Überdüngung besteht, ist, die Pflanze alle vier Wochen mit verdünntem Algensaft zu besprühen (Blattunterseite).

Die häufigsten Pflegefehler
Die häufigsten Pflegefehler ranken sich – wie könnte es anders sein – um Licht und Wasser. Wenn die Palme z.B. in die Höhe schießt und riesige Wedel ausbildet, dann ist sie vergeilt. Das bedeutet der Standort ist nicht hell genug, dafür aber zu warm und sie wird zu viel gegossen. Die gleichen Pflegefehler können übrigens auch vorliegen, wenn die Palmenwedel gelb werden (allerdings können auch Schädlinge dafür verantwortlich sein). Eine häufige Ursache für Schädlingsbefall bzw. vertrocknete Blattspitzen ist zu trockenes Raumklima – also sollten Sie die Pflanze häufiger besprühen. Bekommt die Palme gelbe bis bräunliche Flecken an den Blättern, dann hat sie einen Sonnenbrand und sollte an einen schattigeren Platz gestellt werden. Vertrocknete grüne Wedel zeugen davon, dass die Palme unter Wassermangel leidet. Vertrocknete braune Wedel bedeuten das Gegenteil – die Wurzeln sind infolge von Staunässe verfault.

Warum stirbt meine Palme an der Wedelspitze braun ab und was kann ich dagegen unternehmen?

Die vertrockneten Blattspitzen sind ein deutliches Warnsignal: Die Palme hat viel zu wenig Luftfeuchtigkeit. Aber jetzt auf keinen Fall zur Gießkanne greifen (größter Fehler!), sondern zum Sprüher und die Pflanze mit kalkfreiem Wasser einnebeln. Mit dem Griff zur Nagelschere können wir den optischen Schaden etwas reduzieren. Das vertrocknete Gewebe kann abgeschnitten werden – aber einen Millimeter brauner Rand muss stehen bleiben – weil ein grüner Rand binnen 2 Tage „verbraunt“ und mindestens drei bis vier Millimeter breit wird.