Paprika-Anzucht leicht gemacht

März ist der ideale Zeitpunkt, um aus Paprika-Samen eigene Pflanzen zu ziehen. Die lange Keimdauer kann allerdings irritieren und nicht immer funktioniert es im Hausanbau. Doch mit einem kleinen Trick unseres Gartenexperten Andreas Modery steigt die Erfolgsrate rasant.

Der Paprika gehört zu den Gruppe der Langschläfer, d.h. sie haben eine deutlich längere Keimdauer, als all die anderen Gemüsesorten. Hilfreich für eine erfolgreiche Keimung ist das Vorquellen der Samen. Dabei wird das Saatgut z.B. in angekühltem Kamillentee eingeweicht. Der Kamillentee desinfiziert zudem die Samen (Rote Karte für unerwünschte Keime und Bakterien!) Nach 24 Stunden im Tee sollte die Aussaat erfolgen.

Was wird benötigt?
Für die Anzucht benötigt man: Paprikasamen, Anzuchterde und kleine Töpfe (Tipp: mit der Fingerspitze den Samen ca. 1 cm in die Anzuchterde drücken, die Vertiefung wieder mit Anzuchterde bedecken und mit ein wenig Wasser befeuchten. Den kleinen Topf mit einer Klarsichtfolie überziehen. Vorteil: In diesem „Minigewächshaus“ bleibt die Luftfeuchtigkeit konstant hoch und die Temperatur schwankt weniger. Der Ideale Standort wäre eine Fensterbank mit einer darunter angebrachten Heizung. Bitte daran denken, dass das die Erde gleichmäßig feucht (nicht nass!) gehalten werden muss. Nach etwa zwei Wochen zeigt sich der Paprika-Nachwuchs. Je nach Wachstum der Jungpflanze kann sie nach ca. 8 Wochen in einen größeren Topf umziehen.

Paprika sind sehr kälteempfindlich und dürfen erst nach den Eisheiligen (ab dem 15. Mai) ins Freie, also ins Beet oder in einen Kübel auf dem Balkon, gepflanzt werden!

Andreas Modery‘s Expertentipp: Die erste Blüte - die sogenannte Königsblüte -  mit Daumen und Zeigefinger einfach abknipsen. Dann weiß die Paprika, dass sie zahlreiche neue Blüten und somit viele Früchte bilden muss! Um diesen „Arbeitsauftrag“ zu erfüllen muss das Plätzchen absolut sonnig und zudem windgeschützt sein! Übrigens: Diese Tipps gelten auch für die „scharfen Schwestern“ - die Chili-Schoten!