Löwenzahn: Nützlich & lästig zugleich

Der Löwenzahn ist eine schöne und nützliche Pflanze. Neben ihrer Schönheit ist sie für Bienen ist sie eine ideale Nahrungsquelle und trotzdem kann sich ein Hobbygärtner mit dem Wunsch eines grünen Rasenteppichs nur schwer mit dem Löwenzahn anfreunden.

Sobald der Löwenzahn seinen sonnengelben Blütenkopf durchs Rasengrün streckt, geht dem Hobbygartler – im wahrsten Sinne des Wortes – das Messer in der Hose auf. Dieses als „Unkraut“ verschmähte Pflänzchen wird wegen seines einnehmenden Wesens nicht geliebt. Lässt er doch im Rasen nur allzu oft kahle hässliche Flecken zurück!

Wie kann man den Löwenzahn im Garten bändigen?
Der Gartenfreund greift im Idealfall nicht zu einer chemischen Keule, sondern zum Messer – nämlich zu einem alten Küchenmesser mit möglichst langer Klinge und sticht den Löwenzahn damit im wahrsten Sinne des Wortes aus. Der richtige Zeitpunkt dafür ist noch vor der Samenbildung, bevor sich der Löwenzzahn zur Pusteblume verändert hat. Denn nach der Blüte bildet sich auf dem Blütenkopf der „Flugplatz“, von dem die „Schirmflieger“-Samen starten. Zwischen 200 und 300 Samen pro Löwenzahnblüte, die an einem haarigen Flugschirm (wissenschaftlich als „pappus“ bezeichnet) hängen. Einziger Wehmutstropfen: Man kommt damit dem Genuss des „Wegpustens“ zuvor.

Gartenexperte Andreas Modery weiß, wie das Ausstechen am effektivsten funktioniert:
Das Messer wird dicht (ca.1 Zentimeter) neben dem Löwenzahn möglichst tief in die Erde gestochen und damit einmal um den Löwenzahn herumgefahren. Dann wird die Pfahlwurzel vorsichtig - mit leichten Drehbewegungen- herausgehebelt. Doch Vorsicht: Sollte beim Herausziehen die Wurzel abbrechen, dann beginnt aus der Restwurzel in der Erde das neue Leben eines noch größeren Löwenzahns!
Übrigens: Der Löwenzahn spricht zu uns! Er ist nämlich eine Zeigepflanze und sagt: Wir haben einfach zu viel Stickstoff  im Boden! Das kann ein Anzeichen dafür sein, dass eventuell zu viel gedüngt wurde.