Italiener sind Europas unbeliebteste Autofahrer

Südländer sind temperamentvoller und lauter, wenn sie reden und Studien zufolge sind sie auch lauter, wenn sie mit dem Auto unterwegs sind.

Verantwortungslose Fahrer, die fluchen, drängeln und hupen. So beschreiben Menschen aus Deutschland, Frankreich, Schweden, Belgien, Großbritannien und Spanien den klassischen italienischen Autofahrer. Doch auch die Italiener selbst sehen sich so. Besonders nervig ist dabei das ständige Gehupe. Und gehupt wird aus den unterschiedlichsten Gründen:

…um einen Kollegen zu grüßen, wenn man ihn sieht
…um jemanden zum Anhalten zu bewegen, wenn er/sie Gefahr läuft mir hineinzufahren
…um jemanden zu bewegen schneller zu fahren, wenn jemand zu langsam fährt
…um jemanden darauf aufmerksam zu machen, dass er/sie eine Einfahrt blockiert
…um Aufmerksamkeit für das Brautpaar zu erlangen

Kommandant der Gemeindepolizei von Eppan, Christian Carli erklärt: „Das sind alles keine Gründe, die das Hupen rechtfertigen." Die Hupe ist ausschließlich dann zu benutzen, wenn eine unmittelbare Gefahrensituation besteht. Lediglich bei Hochzeiten wird meist ein Auge zugedrückt. Immerhin ist das Südtiroler Brauch.

Doch wer die Geduld einmal verliert, muss sich nicht gleich vor einer Strafe fürchten. "Beim ersten Mal machen wir üblicherweise auf die Lärmbelästigung aufmerksam", so der Polizeikommandant und ergänzt, "erst bei wiederholtem, unberechtigten Hupen stellen wir eine Strafe aus." Die Strafen für unangebrachtes Hupen liegen zwischen 41 und 169 Euro.