Im Frühtau zu Bergen…

Feste Schuhe, Sonnenbrillen, Wanderstock: Immer mehr Menschen zieht es in die Berge. Dementsprechend steigt aber auch die Anzahl der Unfälle. Worauf man beim Wandern achten sollte.

Die Bergrettung hat alle Hände voll zu tun. „Wanderunfälle kommen immer häufiger vor“, sagt Ernst Winkler vom AVS in Lana. Das liege mitunter auch an der steigenden Anzahl der Wanderer in den Bergen.

Die sicherste Zeit zum Wandern ist laut Ernst Winkler der Vormittag. Die meisten Unfälle verzeichnet der AVS nämlich am Nachmittag und am Abend. Da seien die Menschen müde und nicht mehr ganz so konzentriert wie vormittags.

Schneller Alarm

Sollte es zu einem Unfall kommen, ist die Bergrettung in den meisten Fällen gleich zur Stelle. „Wir werden heute viel schneller verständigt“, sagt Ernst Winkler. Er kann sich noch an die Zeiten erinnern, als es noch keine Smartphones oder Handys gab. Da mussten Wanderer erst mal eine Hütte erreichen, um Alarm schlagen zu können. Oft geschah das sogar mit verstauchtem Fuß. Heute ist alles viel einfacher. Und sicherer.

Der perfekte Schuh – ein Mythos 

Hohe Bergschuhe sind trittsicherer als Halbschuhe – heißt es immer. Für Bergretter Ernst Winkler ist das aber nur Aberglaube. Wenn der Schuh eine rutschfeste Sohle hat, sei die Höhe unwichtig. Es würden genauso viele Unfälle mit hohen Schuhen passieren. „Man soll sich im Schuh wohlfühlen. Das wichtigste am Berg sind Konzentration, Voraussicht und Vorsicht“, sagt Winkler. Für den Bergretter ist das aber auf keinen Fall eine Entschuldigung, um zu Sandalen (oder gar Flip-flops) zu greifen.