Honig im Kopf

Es ist die Geschichte einer ganz besonderen Liebe: Der humorvolle Amadeus, gespielt von Dieter Hallervorden, ehemals geschätztes Familienoberhaupt, wird zunehmend vergesslich.

Das alltägliche Leben im Haus seines Sohnes Niko, dem Til Schweiger gibt, entgleitet immer mehr seiner Kontrolle. Auch Niko muss schmerzhaft einsehen, dass sein Vater in einem Heim besser aufgehoben ist.

Als ihr geliebter Opa Amandus wegen der Demenz-Erkrankung in ein Seniorenheim eingeliefert werden soll, bricht für die junge Tilda eine Welt zusammen.

Kurzerhand entscheidet die 11-Jährige, ihren Großvater zu entführen. Gemeinsam mit Tildas Vater Niko machen sich Enkelin und Opa auf eine abenteuerliche Reise – um Amandus seinen sehnlichsten Wunsch zu erfüllen: noch einmal Venedig sehen.

Die Reise führt seine unerschrockenen Helden auf ihrem Weg nach Venedig in die Toiletten des Bozener Bahnhofs und ein Nonnenkloster in Südtirol. Freundschaften werden geschlossen und Allianzen geschmiedet.

Nicht jede Szenen ist ein unbedingter Volltreffer, aber das spielt keine Rolle bei dem hohen Tempo, das der Film anschlägt, und der schieren Energie, mit der sich die Kinobilder im Breitwandformat aneinanderreihen. Es ist unmöglich, nicht berührt zu werden von diesem zweistündigen Ritt, der doch nur eines will: dass die Menschen zusammenfinden.