Holzasche als Gartendünger?

In fast jedem Haus in Südtirol werden jetzt im Winter die Kachel- und Kaminöfen eingefeuert - Tendenz steigend. Wir alle wissen: Das Holz verbrennt nicht rückstandsfrei, jedes Kilogramm hinterlässt etwa zehn Gramm Holzasche, bei einem Festmeter Holz sind dies schnell 5-6 Liter Asche und die müssen entsorgt werden.

Generationen vor uns taten dies guten Gewissens im Garten. Holzasche galt und gilt noch immer als wertvoller Dünger. Tatsächlich enthält Asche Kalzium (22%), Kalium (7%), Magnesium (3%) und etwas Phosphor und Schwefel in Form von Salzen. Damit ist Asche aber kein Volldünger, denn der wichtige Pflanzennährstoff Stickstoff fehlt, doch als Zusatzdünger für Spezialkulturen (z.B. Beerenobst) sind die Gehalte durchaus gartentauglich.

Allerdings muss man berücksichtigen, dass Holzaschen durch reichlich Kalk und Pottasche  -also Kaliumkarbonat -  stark alkalisch wirken. An falscher Stelle und in zu hoher Menge ausgebracht, können Pflanzen Schaden nehmen. So darf Holzasche auf keinen Fall in Moorbeetpflanzungen  - also bei Rhododendren , Ericacaen,  Callunen und an andere, sauren Boden liebende Pflanzen - gestreut werden.

Alle zwei Jahre sollte der pH-Wert des mit Asche gedüngten Bodens bestimmt werden. Es gibt aber auch kritische Stimmen, die von einer Ascheausbringung abraten. Der Grund ist der  sehr hohe Gehalt an Schwermetallen, vor allem an Cadmium, Blei und Chrom, aber auch Nickel und Kupfer, die  in das Holz eingelagert und bei der Verbrennung in der Asche aufkonzentriert werden.

Wird Holzasche zur Erhaltungskalkung- zum Beispiel im Rosenbeet - eingesetzt, sollte maximal 200-250 Gramm je Quadratmeter alle 2-3 Jahre ausgestreut und eingeharkt werden. Am besten vermischt man die benötigte Menge mit etwas feuchtem Sand, damit es nicht staubt und gleichmäßiger verteilt werden kann. Nicht über Pflanzenteile streuen, diese könnten sonst durch den hohen pH-Wert der Asche Schaden nehmen.