HOCHBEET: Der Trend geht zur Bequemlichkeit!

Gemüse selbst anzubauen – ob Jung oder Alt  - dieses Thema begeistert einfach alle. Ganz stark im Trend liegt dabei das Hochbeet.

Die Vorteile des Hochbeets punkten - gegenüber dem Gartenbeet - deutlich: Das Wachstum der Pflanzen wird gefördert, weil die Erde in der Regel hochwertiger als Gartenboden ist und sie die Pflanzen gut mit Nährstoffen versorgt. Mit Sonnenstrahlen auf den Seitenwänden heizt sich der Boden schneller auf und versorgt die Pflanzen mit zusätzlicher Wärme. Außerdem lassen sich Schnecken im Hochbeet leichter kontrollieren. Ein weiterer Vorteil: Durch die bequeme Arbeitshöhe macht das Gärtnern mehr Spaß und schont zudem den Rücken.

Das Hochbeet bietet Platz für Sortenvielfalt
Das Hochbeet lebt davon, dass viele verschiedene Sorten auf kleinem Raum wachsen. Erlaubt ist, was gefällt. Wer gerne Italienisch kocht, könnte eine Mischung aus Artischocke, Naschtomate, Rucola, Basilikum und Zwergchili anbauen. Mit dauertragenden Toscana-Erdbeeren, süßem Stevia, Lakritz-Tagetes, Kola-Kraut und prickelnder Limo-Pflanze wird aus einem Hochbeet ein Erlebnisgarten für Kinder. Der Charme von Omas Gemüsegarten lässt sich mit Pflücksalat, Petersilie, Schnittlauch, Kohl, Möhren und einer kompakten Kartoffel-Sorte heraufbeschwören. Allerdings würde ich auf starkwüchsige Pflanzen wie Kürbisse verzichten, denn das geht zu Lasten der Vielfalt im Beet.

Auf die Füllung kommt es an
Ein Hochbeet sollte nicht einfach aus Gartenboden bestehen. Erfolgversprechender ist eine etwa 30 Zentimeter hohe Deckschicht aus hochwertiger Pflanzerde. Darunter folgen weitere, immer gröber werdende Schichten, beispielsweise aus Rohkompost wie Grünschnitt und Laub, Stallmist oder Holzhäcksel. Ihr Zersetzungsprozess setzt Wärme frei und hebt die Temperatur im Beet um einige Grad an. Als unterste Schicht haben sich Reisig oder Tonscherben bewährt. Der Vorteil: Das Wasser kann gut abfließen. Ein Ablauf in etwa vier Zentimetern Höhe verhindert, dass sich das Wasser zu hoch staut.

Andreas Modery’s Expertentipp: Als Dünger empfiehlt sich Langzeitdünger wie organische Hornspäne oder Schafwolle zu verwenden.