G’sundes Südtirol: Wurzeln für die Suppe

Die Petersilienwurzel (im Bild) unterstützt uns bei körperlicher, aber auch bei geistiger Arbeit, erklärt unser Radiodoktor Christian Thuile.

 

Schon die römischen Gladiatoren sollen um die wertvolle Wirkung von Petersilienwurzeln gewusst haben. In dieser erstaunlichen Wurzel stecken so viele Eiweiße, wie sonst nur in Fleisch und hinzu kommt noch ihr Reichtum an Kalzium und Eisen, alles wichtig bei schwerer körperlicher Arbeit. All diese Inhaltstoffe kommen uns auch noch heutzutage zugute, wo wir eher weniger miteinander und mit wilden Tieren, sondern vielmehr mit der Technik und mit komplizierten geistigen Abläufen zu „kämpfen“ haben. Wir verwenden Wurzelgemüse wie die Petersilien- aber auch die Selleriewurzel und Karotten gerne für Suppen.

 

Die Petersilienwurzel ist auch eine Vitaminbombe und glänzt besonders durch viel Vitamin C. Dieses wird in einer Suppe gut herausgelöst und bleibt uns darin auch Großteils erhalten. Eine vergleichsweise geringe Menge von 80 Gramm dieser Wurzel reicht bereits aus, um unseren kompletten Tagesbedarf an Vitamin C abzudecken, dafür können wir lange Kiwi und Orangen essen. Die enthaltenen ätherischen Öle machen sie außerdem zu einer echten Medizin für unsere Nieren, die dadurch angeregt werden und auch unsere Verdauung freut sich darüber.

 

Sellerie ist ein echter Alleskönner für unsere Gesundheit, so der bekannte Ernährungsmediziner über ein weiteres beliebtes Suppengemüse, davon lässt sich ja nicht nur die Wurzel, sondern auch das Grün, die Stangen, sehr gut verwenden. Wir kommen dadurch unter anderem an viel Vitamin B1, B2, B6 und Vitamin C und Sellerie ist auch reich an Kalzium und Kalium. Eine der absolut herausragenden Eigenschaften ist aber seine stark entgiftende Wirkung, vergleichbar mit einem leichten Diuretikum, das unser Blut reinigt, indem es die Nieren anregt mehr zu filtern und Giftstoffe auszuscheiden. Auch Sellerie ist eine Wohltat für unsere Verdauung und hat zusätzlich noch eine entspannende Wirkung auf unsere Muskulatur. Gleichzeitig nimmt er auch etwas Spannung aus den Blutgefäßen, kann also helfen, den Blutdruck zu senken. Und diese extra starke Wurzel bringt auch Inhaltstoffe mit, die positiv auf die Blutfette in unserem Körper einwirken, also das so genannte „böse“ Cholesterin senken und das „gute“ anheben können.

 

Unsere Mütter haben uns immer gepredigt, „Esst Karotten, die sind so gut für die Augen!“ Und sie hatten damit gar nicht so Unrecht, denn der hohe Gehalt an Carotinoiden, die der Karotte auch ihre leuchtende Farbe geben, wird in unserem Körper in Vitamin A umgewandelt wird, was wir dringend für die Nachtsicht brauchen. Eine Karottensuppe (siehe Rezept unten) ist außerdem eines der wirksamsten Hausmittel bei Durchfallerkrankungen, gerade bei Kindern, da sie den Darm schnell wieder beruhigt. Das liegt am Pektingehalt, der in Karotten ähnlich hoch ist, wie bei Äpfeln. Durch ihren Fruchtzucker ist die Karotte auch ein guter Energiespender, sie liefert langanhaltende Energie.

 

Tipp:

Karottensuppe nach E. Moro (1905)

 

500 g geschälte Karotten zerkleinern, in 1 Liter Wasser 1-1,5 Stunden kochen lassen, pürieren, die Gesamtmenge auf 1 Liter mit Wasser auffüllen, etwas Salz hinzufügen und in kleinen Mengen verabreichen.

 

„Wurzeln für die Suppe“ in der Gesundheitspraxis „G’sundes Südtirol“.

 

Tipps und Infos vom bekannten Südtiroler Komplementärmediziner, Ernährungsexperten und Bestsellerautor Dr. Christian Thuile, tätig im Medical Center Quellenhof in St. Martin Passeier. Ihre Fragen können Sie uns auch mailen (bitte Telefonnummer angeben).