G’sundes Südtirol: Wir rosten innerlich

Wenn wir gegen die richtigen Übeltäter vorgehen, können wir den Alterungsprozess in unserem Körper, zumindest verlangsamen, erklärt unser Radiodoktor Christian Thuile.

Mit zunehmendem Alter, aber auch unter dem Einfluss von zu hoher Sonneneinstrahlung, Dauerstress, Nikotin, zu viel Alkohol und den vielen Umweltgiften, rostet unser Körper gewissermaßen von innen heraus. Die Altersforschung hat nachgewiesen, dass der menschliche Körper ähnlichen Prozessen unterliegt, wie auch Metalle, die mit der Zeit und bei unzureichender Pflege, eben auch Rost ansetzen. Wir sprechen von der „Oxidation“. So genannte freie Radikale beschleunigen diesen Vorgang.

In allen Zellen unseres Körpers entstehen durch die Stoffwechselvorgänge, wie das Atmen oder das Verbrennen von Zucker oder Fetten, auch freie Radikale, erklärt Dr. Thuile. Diese können unsere Zellen nachhaltig schädigen, sie schneller altern lassen, aber unser Körper kommt normalerweise ganz gut damit zurecht, kann sie abfangen und neutralisieren. Solange die eigens dafür zuständigen Radikalfänger, die leider etwas stressempfindlich sind, gut arbeiten und nicht ständig überlastet sind. Schäden, die wir auf der Haut gut beobachten können, finden also auch in unserem Inneren statt und haben beispielsweise die Alzheimerkrankheit oder die Arteriosklerose (Gefäßverkalkung) zur Folge und man kann heute mit Sicherheit sagen, dass freie Radikale auch bei chronischen Entzündungen und Krebserkrankungen eine wichtige Rolle spielen.

Es gilt also dafür zu sorgen, dass nicht zu viele freie Radikale gebildet werden, dass wir die schädlichen Einflüsse möglichst reduzieren und dass wir die Radikalfänger in unserem Körper, also unseren Abwehrmechanismus, stärken. Das können wir in erster Linie über eine ausgewogene Ernährung erreichen und indem wir darauf achten uns vor allem mit ausreichend mit Vitamin C, A und E und mit Selen und Zink zu versorgen. Man kann sich diesen Vitaminkomplex zwar auch in der Apotheke besorgen, vieles davon ist aber auch in Obst und (grünem) Gemüse reichlich enthalten, allen voran in Brokkoli. Und auch die in praktisch jedem Obst und Gemüse enthaltenen sekundären Pflanzenwirkstoffe helfen freie Radikale abzufangen.

Die bunten Smoothies, die angesagten Presssäfte, sind eine gute Alternative für alle, die nicht so gerne Obst und Gemüse essen, zusätzlich zu den anderen genannten Maßnahmen. Am besten bereitet man sie sich selbst zu, denn dabei kommt es vor allem auf die Frische an.

„Wir rosten innerlich“ in der Gesundheitspraxis „G’sundes Südtirol“ mit dem bekannten Südtiroler Komplementärmediziner, Ernährungsexperten und Bestsellerautor Dr. Christian Thuile, tätig im „Medical Center Quellenhof“ in St. Martin Passeier. Ihre Fragen dazu können Sie uns auch mailen (bitte Telefonnummer angeben).