G’sundes Südtirol: Was unser Blut verrät

Blut erfüllt viele lebenswichtige Funktionen in unserem Körper, erklärt Radiodoktor Christian Thuile, und schon ein einziger Tropfen verrät oft mehr über unsere Gesundheit, als aufwendige technische Untersuchungen.

5 bis 6 Liter Blut werden im Minutentakt durch unseren gesamten Kreislauf gepumpt, beladen mit Sauerstoff und lebenswichtigen Nährstoffen. Es ist das wichtigste Transportmittel in unserem Körper, erreicht jede noch so kleine Zelle, versorgt diese und nimmt gleichzeitig auch Schlacken mit, also Schadstoffe und Abbauprodukte und befördert diese zu den Ausscheidungsorganen Niere und Leber. Blut nimmt aber auch Botenstoffe auf, dient also auch dem Informationsaustausch, beispielsweise zwischen dem Gehirn und den Organen, ist für die Aufrechterhaltung unserer Körpertemperatur zuständig, genauso wie für die Abwehr, die weißen Blutkörperchen werden gerne als die „körpereigene Polizei“ bezeichnet, die Krankheitserreger wie Viren und Bakterien bekämpft, um nur einige Funktionen des Blutes zu nennen. 

Ein kleiner Piecks und der Arzt hat sozusagen unsere körperliche Suchmaschine bei der Hand: Ein Blutbild gibt einen Überblick über die Zusammensetzung des Blutes und man kann auch vieles über die Organe erfahren, den Stoffwechsel überprüfen vor allem Zucker und Fette, Entzündungen und Allergien erkennen, aber auch Vitamine und Spurenelemente checken. Ein gesundes Blutbild ist meistens der Beleg dafür, dass wir uns in guter gesundheitlicher Verfassung befinden. Auch wenn man das etwas einschränken muss, denn bestimmte Krankheiten lassen sich daran nicht ablesen, sogar bei einem Tumorleiden, kann das Blutbild manchmal ganz normal aussehen. Oft lassen sich Krankheiten aufgrund von Blutproben bereits im Frühstadium erkennen, was die Heilungschancen natürlich verbessert. Und am allergrößten ist der Nutzen in der Prävention, denn wenn jemand beispielsweise erhöhte Blutfette aufweist, ist er ja noch lange nicht krank, seine Blutgefäße können dadurch aber mit der Zeit verstopfen, was in schweren Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall enden kann. Hat man diese Information aus der Blutprobe, lässt sich rechtzeitig gegensteuern.

In diesem Zusammenhang betont Dr. Thuile auch die Wichtigkeit vom Blutspenden, denn es rettet Leben und ist auch für die Spender selbst von Vorteil, da diese regelmäßig untersucht werden. Es gibt natürlich Situationen, wo Blutspenden nicht möglich ist, etwa nach Infektionskrankheiten oder bei Untergewicht oder wegen der Einnahme von bestimmten Medikamenten. Informationen geben alle Hausärzte und finden Sie auch hier:

„Was unser Blut verrät“ in der Gesundheitspraxis „G’sundes Südtirol“ mit Dr. Christian Thuile, dem Leiter der komplementärmedizinischen Abteilung am Krankenhaus Meran. Ihre Fragen dazu können Sie uns auch mailen (bitte Telefonnummer angeben).