G’sundes Südtirol: Unterschätzte Triglyceride

Blutfette sind wichtige Energieträger für unseren Körper, aber auch ein Überschuss an Triglyceriden kann krank machen. Radiodoktor Christian Thuile nennt Fett und Zucker als zwei große Risikofaktoren. 

Über das Blutfett Cholesterin hört und weiß man allgemein eigentlich viel, weit weniger bekannt sind die Triglyceride (auch Neutralfette), die mindestens genauso wichtig und als Energiespeicher einfach unverzichtbar sind. Erhöhte Triglyceridwerte (kurz TG-Werte) können auf eine Verkalkung unserer Gefäße hinweisen und schreitet dieses Problem unbemerkt voran, kann es zur schweren Arteriosklerose kommen und in weiterer Folge zu Herzinfarkt, Schlaganfall und anderen bedrohlichen Komplikationen. Die einzige Möglichkeit, um die Triglyceride zu überprüfen ist eine Blutprobe, wobei eine einmalige Probe, ein erster ungünstiger Wert, noch langes nichts Endgültiges aussagt. Es braucht eine Art Verlaufskontrolle mit mehreren Proben, auch unter Einbeziehung von verschiedenen anderen Risikofaktoren. 

Triglyceride bilden den großen Hauptanteil der Fette, die wir mit dem Essen aufnehmen und lassen sich daher auch dadurch sehr gut beeinflussen, so Dr. Thuile, einen Teil dieser Fette stellt unser Körper aber auch selbst her, damit immer ausreichend Energie zur Verfügung gestellt werden kann. Zu fettes Essen kann den Wert in die Höhe treiben, genauso wie zu viel Zucker, denn diesen kann unser Körper in Blutfette umwandeln und dann speichern und es gibt auch bestimmte Erkrankungen, die dazu führen können.

Als den richtigen Weg zu optimalen Triglyceridwerten nennt unser Radiodoktor einen gesunden Lebensstil: „Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung mit möglichst wenig ungünstigen Fetten, vermeiden Sie so gut es geht Zucker und Süßigkeiten, trinken Sie möglichst wenig Alkohol und vor allem bewegen Sie sich regelmäßig. Und gemeint ist dabei nicht Spitzensport, es reichen schon flotte Spaziergänge, wenn es sich einrichten lässt, am besten täglich“. 

Auch zu niedrige Triglyceridewerte kommen vor, die von einer Unter- oder Mangelernährung herrühren können oder beispielsweise auch infolge einer Überdosierung von Medikamenten auftreten, die zur Senkung der Blutfette eingesetzt worden sind.

Im Normalfall ist eine Blutprobe im Jahr völlig ausreichend, anhand derer man auch die Blutfette überprüft. Es kommt aber auch immer etwas auf das individuelle Risikoprofil an, also ob jemand beispielsweise unter Fettleibigkeit leidet, viel sitzen muss oder wenn bereits erhöhte Werte festgestellt worden sind, dann kann auch eine engmaschigere Kontrolle mit häufigeren Blutproben notwendig sein.

„Unterschätzte Triglyceride“ in der Gesundheitspraxis „G’sundes Südtirol“ mit Dr. Christian Thuile, dem Leiter der komplementärmedizinischen Abteilung am Krankenhaus Meran. Ihre Fragen dazu können Sie uns auch mailen (bitte Telefonnummer angeben).