G’sundes Südtirol: Unser Sehsinn

Das Auge liefert uns die meisten Informationen aus der gesamten Umwelt, ist aber auch ziemlich empfindlich, erklärt unser Radiodoktor Christian Thuile.

 

Das Auge ist ein aufwendiges Wunderwerk der Natur, über den Sehsinn gelangen 70-90% aller Eindrücke aus der Umwelt in unser Gehirn. Es wandelt dafür Lichtimpulse in elektrische Signale um, leitet sie an unser Gehirn weiter und erst dort entsteht das eigentliche Bild, also das was wir sehen. Und das alles passiert in einer unheimlichen Geschwindigkeit: Pro Sekunde werden um die 10 Millionen Informationen verarbeitet! Wir können über 150 verschiedene Farbtöne wahrnehmen, auf die verschiedenen Kombinationen hochgerechnet sind es sogar über eine halbe Million (!). Und besonders interessant ist auch: wir bilden uns innerhalb einer Zehntelsekunde durch den Sehsinn einen ersten, bleibenden Eindruck von einem anderen Menschen.

 

Die großartige Leistung der Augen fällt uns normalerweise gar nicht auf, bis etwas damit nicht mehr stimmt: Über 60% aller Südtiroler tragen eine Brille oder Linsen (nur etwa 5%) oder lassen einen Eingriff vornehmen, wegen Kurz- oder Weitsichtig, einer Hornhautverkrümmung oder wegen der Alterssichtigkeit, die oft um das 40. bis 50. Lebensjahr einsetzt.

 

Regelmäßige Vorsorge ist auch für das Auge wichtig. Ein Augenarzt kann den Augendruck kontrollieren, denn wenn dieser ansteigt merken wir das erst gar nicht, dieses Problem kann uns aber sogar das Augenlicht rauben. Außerdem lässt sich bei einer Vorsorgeuntersuchung eine Makuladegeneration feststellen, ein häufiges Problem im Alter. Und es gilt auch die Zuckerwerte immer im Auge zu behalten, denn Diabetes gehört zu den häufigsten Ursachen für das Erblinden.

 

Für alle die viel am Computer arbeiten oder am Smartphone zu tun haben, nennt Dr. Thuile diese praktischen Tipps: Konzentrieren Sie sich ganz bewusst darauf, öfter zu blinzeln. Damit wird das Auge besser befeuchtet und trocknet nicht aus, eine der besten Vorsorgemaßnahmen etwa gegen eine Bindehautentzündung, die dem Auge langfristig schaden kann. Regelmäßige Pausen sind auch wichtig, damit sich das Auge erholen kann, zumindest aber sollten Sie sich angewöhnen den Blick immer wieder vom Gerät abzuwenden und schweifen zu lassen, am besten ins Grün der Natur.

 

Und noch ein Hinweis für Fashionistas: Die beliebte Wimperntusche oder Mascara kann für Augen wirklich problematisch werden, denn sie kann mit der Zeit Klümpchen bilden, die das Auge reizen und schwere Entzündungen zur Folge haben können. Daher der Rat vom bekannten Vorsorgemediziner: Verwenden Sie nie ausgetrocknete Wimperntusche, am besten wäre es, sie rund alle 6 Monate auszutauschen.

 

„Unser Sehsinn“ in der Gesundheitspraxis „G’sundes Südtirol“.

 

Tipps und Infos vom bekannten Südtiroler Komplementärmediziner, Ernährungsexperten und Bestsellerautor Dr. Christian Thuile, tätig im Medical Center Quellenhof in St. Martin Passeier. Ihre Fragen können Sie uns auch mailen (bitte Telefonnummer angeben).