G’sundes Südtirol: Trend Pseudogetreide

Amarant, Quinoa und auch heimischer Buchweizen werden oft als Pseudogetreide bezeichnet, erklärt unser Radiodoktor Christian Thuile.

Die Körner von so genannten Pseudogetreidesorten schauen zwar aus wie unser herkömmliches Getreide und sie werden auch ähnlich verarbeitet, gehören aber botanisch betrachtet zu einer anderen Pflanzenfamilie. Dieses angesagte Pseudogetreide ist deswegen so interessant und wertvoll für uns, weil es einerseits frei von Gluten ist, diesem Klebereiweiß, auf das viele mit Verdauungsproblemen reagieren und andererseits ist es allgemein extrem reich an Eiweißen, Proteinen und wertvollen Mineralstoffen.

Quinoa kommt ursprünglich aus Südamerika und diente bereits den Inkas vor 6.000 Jahren als Grundnahrungsmittel, sie nannten es sogar Muttergetreide. Es ist gesund und stärkend und hilft unseren Körper zu entsäuern, bildet also ein ideales, natürliches Gegengewicht zu den vielen säurebildenden Lebensmitteln wie Fleisch und Wurstwaren, aber auch Fisch und Meeresfrüchten, genauso wie Weizen und Milchprodukten. Das vielseitig einsetzbare Quinoa punktet auch durch einen hohen Gehalt an lebenswichtigen Aminosäuren und Proteinen, liefert uns reichlich Eisen und Kalzium und vor allem: es sättigt schön lange, länger als jedes andere Getreide!

Amarant bedeutet in der Sprache der Inkas so viel wie unsterblich, was ja schon einiges über den Wert dieses Pseudogetreides sagt. Es versorgt unseren Körper mit optimalen Inhaltstoffen und gilt schlicht als das proteinreichste Powerkorn der Welt, so Dr. Thuile. Man kann es einfach als Beilage essen, als Suppeneinlage verwenden oder auch ins Müsli geben. Und man könnte davon auch die Blätter verwenden, sie schmecken sogar köstlich, sie werden einfach wie Spinat zubereitet. Amarant (auch Fuchsschwanz genannt) gedeiht übrigens auch in unseren Gärten sehr gut.

Typisch für unser Land ist das Pseudogetreide: Buchweizen. Er ist nicht nur geschmacklich interessant, sondern auch wiederum frei von Gluten und bringt ebenfalls viel Positives für unsere Gesundheit mit. Buchweizen hält uns so lange satt, wie kaum eine andere Getreideart (obwohl es sich streng genommen um kein Getreide handelt) und ist überaus reich an Vitaminen und Spurenelementen. Buchweizen lässt sich ähnlich verwenden wie Weizen und wird gerne zu Pfannkuchen, Fladen, Spätzlen und in Knödeln verarbeitet und eignet sich ebenfalls als Beilage oder auch als Grundlage für Suppen und Aufläufe.

„Trend Pseudogetreide“ in der Gesundheitspraxis „G’sundes Südtirol“ mit Dr. Christian Thuile, dem Leiter der komplementärmedizinischen Abteilung am Krankenhaus Meran. Ihre Fragen dazu können Sie uns auch mailen (bitte Telefonnummer angeben).