G’sundes Südtirol: Trend Superfoods

Lebensmittel die deutlich mehr für unsere Gesundheit mitbringen, als andere, werden als Superfoods bezeichnet, erklärt unser Radiodoktor Christian Thuile.

Mit dem gerade sehr modernen Begriff „Superfood“ wird schon etwas dick aufgetragen, denn es sind keine neuen Lebensmittel, sondern eigentlich nur solche, von deren Inhaltstoffe wir wissen, dass sie gesünder sind, als viele andere. Gerade die Werbung spielt gerne mit diesem Begriff, eine klare Definition dafür gibt es nicht.

Von einem echten Superfood sprechen wir, wenn es von einem oder verschiedenen Nähr-, Wirk- und Vitalstoffen mehr als andere Lebensmittel aufweist, bezogen allerdings auch auf die Menge, die wir tatsächlich davon essen können. Ein Superfood nützt uns nichts, wenn wir, wie beispielsweise bei der Petersilie, regelmäßig bis zu einem halben Kilo davon essen müssten, um daraus einen entscheidenden Vorteil zu erzielen, so viel kann kein Mensch essen. Natürlich ist Petersilie gut für unsere Verdauung, in die Kategorie Superfood fällt es für unseren Radiodoktor aber nicht.

Zu Superfoods werden alle möglichen exotischen Früchte gezählt, die sich auch bei uns in Europa einer steigenden Beliebtheit erfreuen, wie die Avocado, die Noni-Frucht mit ihren vielen Enzymen und Vitaminen und auch die extrem eiweißreichen Chia-Samen. Besonders plädiert Dr. Thuile aber natürlich für heimisches Superfood. Löwenzahn etwa ist schlichtweg ein geniales Lebensmittel für die Leber und die Reinigung von Blut und Körper, wenn auch leider nur zeitlich begrenzt verfügbar. Ganz vorne mit dabei ist Leinsamen, für die Verdauung, auch das Öl daraus, das Leinöl, das unübertrefflich ist an Omega-3-Fettsäuren, die unser Immunsystem und unseren Blutkreislauf stärken und das Herz gesund erhalten. Brokkoli gehört ebenfalls zum Superfood, auch wenn er leider oft stark gespritzt wird. Naturbelassener Brokkoli ist ein optimaler Lieferant für Kalzium, Eisen, Folsäure, viele Vitamine und die wichtigsten Spurenelemente für die Knochen und den Bewegungsapparat. Zum heimischen Superfood zählen außerdem noch Kastanien, Sauerkraut und die Gerste, genauso wie Sonnenblumen- und Kürbiskerne, Schwarzbeeren, Sauerkirschen und unter den Kräutern: Melisse und Verbene.

Ein Superfood sollte möglichst naturbelassen sein und ganzheitlich, als vollwertiges Lebensmittel eingesetzt werden, also eher nicht als Extrakt, ätherisches Öl oder Saft. Schmecken soll es auch und auch leistbar sein, sonst konsumieren wir es sicher nicht regelmäßig und können auch nicht mit dem gewünschten Nutzen für unsere Gesundheit rechnen. 

„Superfoods“ in der Gesundheitspraxis „G’sundes Südtirol“ mit Dr. Christian Thuile, dem Leiter der komplementärmedizinischen Abteilung am Krankenhaus Meran. Ihre Fragen dazu können Sie uns auch mailen (bitte Telefonnummer angeben).