G’sundes Südtirol: Säure-Basen-Haushalt

Ein ausgeglichener Säure-Basen-Haushalt ist ausschlaggebend dafür, wie fit und gesund wir uns fühlen, erklärt unser Radiodoktor Christian Thuile.

Rund 80% von uns sind übersäuert und das kann auf Dauer gravierende Folgen unsere die Gesundheit haben. Viele Signale, die unser Körper deswegen aussendet, sind aber eher allgemein und damit nur schwer einzuordnen. Betroffene können sich beispielsweise nicht mehr so gut konzentrieren, erleben regelrecht einen Leistungseinbruch und sind allgemein viel müder als sonst. Typisch wären auch Beschwerden wie Sodbrennen, Kopfschmerzen und mit der Zeit können auch Muskelkrämpfe auftreten und der Schlaf unruhiger ausfallen. Dauert dieser Zustand länger an, kann das auch zu echten gesundheitlichen Problemen führen und unter anderem den gesamten Stoffwechsel beeinträchtigen und sogar zu Schmerzen in den Gelenken führen, ähnlich wie bei rheumatischen Erkrankungen. Eine weitere gravierende Langzeitfolge von Übersäuerung ist eine Schwächung der Knochen bis hin zum Knochenschwund, der gefürchteten Osteoporose.

Ursachen für eine Übersäuerung gibt es viele, allen voran der Bewegungsmangel, weil wir dadurch eine schlechtere Durchblutung haben und viel mehr Schlacken mit uns herumtragen, die wir dann nicht mehr gut ausscheiden können, erklärt Dr. Thuile. Ein weiterer wichtiger Grund ist Stress, auch für diejenigen, die es richtig lieben ständig Vollgas zu geben, die nie Ruhe geben können, denn das führt zwangsweise zu einer erhöhten Ausscheidung von Stoffwechselprodukten, die eben sauer machen. Ein dauernder Schlafmangel führt zur Übersäuerung, genauso wie das Rauchen und zu viel Alkohol.

Eine sehr wichtige Rolle nimmt in diesem Zusammenhang natürlich unsere Ernährung ein und auch unsere Ernährungsgewohnheiten. Als säurebildendes Lebensmittel gilt Fleisch, vor allem verarbeitetes Fleisch, wie Wurstwaren. Auch Mehlprodukte gehören dazu, besonders Weißmehlprodukte, genauso wie Zucker, der nicht nur im Magen, sondern in unserem gesamten Organismus zu mehr Säurebildung führt. Am schlimmsten sind dabei die zuckerhaltigen Limonaden und Softdrinks, warnt der bekannte Ernährungsmediziner.

Besonders gut für uns, weil sehr basisch, wirken hingegen Salate, besonders Rucola und Feldsalat. Beim Gemüse sind Brokkoli, Spinat und Kartoffeln die Spitzenreiter und auch Stangensellerie und Lauch helfen uns dabei, den Säure-Basen-Haushalt in Ordnung zu bringen.

„Säure-Basen-Haushalt“ in der Gesundheitspraxis „G’sundes Südtirol“ mit dem bekannten Südtiroler Komplementärmediziner, Ernährungsexperten und Bestsellerautor Dr. Christian Thuile, tätig im „Medical Center Quellenhof“ in St. Martin Passeier. Ihre Fragen dazu können Sie uns auch mailen (bitte Telefonnummer angeben).