G’sundes Südtirol: Rheuma natürlich behandeln

Da es sich bei Rheuma um eine entzündliche Erkrankung handelt, unter der auch viele Südtiroler zu leiden haben, erklärt Dr. Christian Thuile, ist Kühlung oft das beste Mittel zur Linderung der Schmerzen.

Die beiden Haupterkrankungen des so genannten rheumatischen Formenkreises, zu dem viele Erkrankungen dazugehören, sind die entzündliche Polyarthritis, die von den Finger- über das Knie- bis zum Schultergelenk so gut wie jedes Gelenk unseres Körpers betreffen kann und der Morbus Bechterew, der typischerweise junge Männer betrifft und zu immer wiederkehrenden entzündlichen Schmerzen vor allem im Rücken führen kann.

Von einer Polyarthritis betroffene Gelenke werden rot, schwellen an und schmerzen bald auch so sehr, dass man sie nicht mehr richtig bewegen kann. Heimtückischer ist Rheuma, wenn anfangs gar nicht die Gelenke im Vordergrund stehen, sondern zunächst eher allgemeine Symptome wie Müdigkeit, Appetitlosigkeit und auch starkes Schwitzen und erst später die Gelenksentzündungen deutlich werden. Während am Anfang oft nur wenige oder auch nur ein Gelenk in Mitleidenschaft gezogen ist, sind später meist mehrere von dieser Entzündung betroffen. Rheumaschmerzen können sich recht unterschiedlich anfühlen, von fließend über reißend oder stechend bis zu einer Art Muskelkater. Jede rheumatische Erkrankung ist vom Arzt abzuklären, denn je besser sie untersucht werden kann, desto gezielter lässt sie sich auch behandeln. Vollständig heilbar ist chronisches Rheuma bis heute nicht, aber es gibt moderne Therapieansätze, beispielsweise die so genannte Antikörpertherapie, die es Betroffenen erlauben auch mit schweren Formen von Rheuma, den Alltag ziemlich gut bewältigen zu können.

Wenn die Entzündung akut ist, hilft meist Kühlung in Form von Kältepackungen und –Anwendungen, Eispackungen, kalte Umschläge auch mit Topfen und auch Weißkohl (die guten alten Kabisblätter), kühlen und lindern die Symptome bei entzündlichen Erkrankungen. Vielen Rheumapatienten helfen Bindegewebsmassagen und vor allem auch Bewegung ist wichtig, selbst der tägliche Sparziergang kann eine Art Medizin sein und besonders gut geeignet ist natürlich die schwerelose Bewegung im Wasser.

Die beiden zentralen Themen in der Rheumabehandlung an unserer Abteilung für Komplementärmedizin am Krankenhaus in Meran sind: Bewegung und Ernährung. Meist ist es notwendig die Fleischdosis etwas zurückzuschrauben und möglichst viele ungesättigte Fettsäuren aufzunehmen, beispielsweise aus dem Omega-3-Öl aus dem Lach oder aus dem Leinöl. Es gilt bei Rheumatikern auch einen eventuellen Mangel im Spurenelementen- und Vitaminhaushalt auszugleichen und es gibt auch Pflanzen, die eine gewisse entzündungshemmende Wirkung haben, wie die Weidenrinde, Teufelskralle und Krallendorn und auch Weihrauch (in Kapselform) wird bei bestimmten Formen von Rheuma eingesetzt. Und wie bei jeder Schmerzsituation wird auch bei Rheuma die Akupunktur sehr erfolgreich eingesetzt.

„Rheuma natürlich behandeln“ in der Gesundheitspraxis „G’sundes Südtirol“ mit Dr. Christian Thuile, dem Leiter der komplementärmedizinischen Abteilung am Krankenhaus Meran. Ihre Fragen dazu können Sie uns auch mailen (bitte Telefonnummer angeben).