G’sundes Südtirol: Probleme mit der Prostata

Die Prostata ist eines der wichtigsten, aber leider auch eines der anfälligsten Organe des Mannes, erklärt unser Radiodoktor Christian Thuile.

In der Größe einer Kastanie sitzt die Prostata direkt unterhalb der Blase und hat eine zentrale Funktion in der Fortpflanzung zu erfüllen, sie gibt den Samen des Mannes erst die notwendige Energie für ihre Mission.

In den ersten 30 Lebensjahren bemerken Männer meist nichts (und wissen auch kaum etwas) von der Prostata, wenn alles ganz selbstverständlich und gut funktioniert, aber bereits ab dem 40., spätestens ab dem 50. Lebensjahr, beginnt sie zu wachsen und macht sich früher oder später unangenehm bemerkbar. Eine vergrößerte Prostata drückt nämlich auf die Harnröhre, was zu Problemen beim Wasserlassen führen kann, das erste Warnsignal für den Mann. Außerdem sofort zum Arzt, zum Urologen, sollte man(n), wenn sich plötzlich Blut in Urin oder Sperma befindet, wenn Erektionsstörungen auftreten, wenn die Harnblase nicht mehr richtig hält, also bei Inkontinenz und das klarste Zeichen dafür, dass mit der Prostata etwas nicht stimmt, ist ein Anstieg der so genannten PSA-Werte im Blut, was auch beim Hausarzt über einen Bluttest festgestellt werden kann.

Sendet die Prostata die genannten Warnsignale aus, steckt dahinter meist eines der folgende drei Probleme, so Dr. Thuile, entweder eine Prostataentzündung, die man sich schnell beim Sitzen auf einem kalten Untergrund holen kann oder eine Prostatavergrößerung, die meist gutartig ist oder aber Prostatakrebs, die häufigste Krebsart des Mannes. Auch hierbei gilt, je früher er erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen.

Jeder kann selbst viel für seine Prostatagesundheit beitragen. Wer sich regelmäßig bewegt, Ausdauersport macht, leidet weniger an Prostataproblemen, auch wer auf sein Gewicht achtet und sich vernünftig ernährt und insbesondere den Verzehr von Fleisch und Wurst reduziert. Ein übermäßiger Alkoholkonsum ist in diesem Zusammenhang besonders schlecht in Kombination mit dem Rauchen.

Pflanzliche Hormone, so genannte Phytoöstrogene, wie sie beispielsweise im Granatapfel und in Sojaprodukten enthalten sind, können gut mithelfen, die Symptome einer Prostataerkrankung zu lindern. Rote Nahrungsmittel wie Tomaten, Wassermelonen und die rote Grapefruit enthalten den wichtigen Farbstoff Lycopin, der vor dem Entstehen von Prostatakrebs schützen kann. Kürbiskerne gelten allgemein als natürliches Schutz- und Heilmittel für die Prostata, neueste Forschungsergebnisse bescheinigen Walnüssen sogar eine noch bessere Wirkung.

„Probleme mit der Prostata“ in der Gesundheitspraxis „G’sundes Südtirol“.

Tipps und Infos vom bekannten Südtiroler Komplementärmediziner, Ernährungsexperten und Bestsellerautor Dr. Christian Thuile, tätig im Medical Center Quellenhof in St. Martin Passeier. Ihre Fragen können Sie uns auch mailen (bitte Telefonnummer angeben).