G’sundes Südtirol: Power für die Abwehrkräfte

Ausgewogene Ernährung ist einer der wichtigsten Bausteine für ein starkes Immunsystem und einen guten Start in die kalte Jahreszeit, erklärt Radiodoktor Christian Thuile, und es kann gerne auch mal ein gesunder Smoothie sein.

Ein echtes Highlight von der Gemüsetheke ist der Rosenkohl: 100 g davon enthalten rund 120 mg Vitamin C, so viel wie kaum eine Frucht oder gar eine andere Gemüsesorte. Rosenkohl punktet auch durch einen hohen Gehalt an Zink, was wiederum dem Abwehrsystem zugute kommt, außerdem mit Kalium, das den Wasserhaushalt regelt, was auch wichtig ist für die kalte Jahreszeit, mit viel Vitamin B und Vitamin K für die Blutgerinnung, neben dem vielen Wasser und den Ballaststoffen. Bei der Zubereitung sollte man damit allerdings vorsichtig umgehen, denn er verliert ganz schnell viel von seinen wertvollen Inhaltstoffen, am besten dämpft man ihn nur kurz.

Und das wäre ein optimaler Herbst-Smoothie: Sie geben 100 g Rosenkohl, 100 g Grünkohl, 2 größere, säuerliche Äpfel und den Saft 1 Zitrone in den Mixer und schon haben Sie einen echten Turbo fürs Immunsystem.

Die in Meerrettich enthaltenen Senföle sind derart stark desinfizierend, dass sie der Wirkung eines Desinfektionsmittels oder schon fast eines Antibiotikums gleichkommen. Sie töten Viren und Bakterien im Mund ab, je länger wir den Kren im Mund behalten, desto besser. Also nehmen Sie ruhig ab und zu etwas Kren zu sich, wenn es auch so richtig die Nase durchputzt, dann ist die gewünschte Wirkung erreicht.

Auch ein einfaches Knoblauchbrot stärkt unser Immunsystem, wirkt nebenbei entzündungshemmend und hilft auch noch der Arterienverkalkung vorzubeugen. Sie bestreichen dafür eine dunkle Scheibe Brot mit ein wenig Butter, geben etwas Honig darauf (damit die Wirkstoffe des Knoblauchs besser aufgenommen werden), legen den Knoblauch in feine Scheiben geschnitten darauf und streuen zum Verfeinern etwas Thymian darüber.

Eine gesunde Darmflora ist eine wichtige Voraussetzung für eine starke Abwehr. Damit sich die Bakterien in unserem Darm wohlfühlen, brauchen sie so genannte Probiotika, vor allem Faserstoffe, die viel in Gemüse enthalten sind, so Dr. Thuile. Für unseren Darm, zur Stärkung der Selbstheilungskräfte und auch zur Unterstützung der Immunabwehr hat sich auch die folgende Mischung aus Bitterkräutern bewährt, je 20 g: Wermut, Schafgarbe, Wacholder, Anis, Fenchel, Kümmel und Bibernelle. Sie können diese Kräuter mischen und im Mörser fein zerstampfen und sich vom so entstandenen Pulver im Herbst jeden Tag eine Löffelspitze einfach auf der Zunge zergehen lassen.

„Power für die Abwehrkräfte“ in der Gesundheitspraxis „G’sundes Südtirol“ mit Dr. Christian Thuile, dem Leiter der komplementärmedizinischen Abteilung am Krankenhaus Meran. Ihre Fragen dazu können Sie uns auch mailen (bitte Telefonnummer angeben).