G’sundes Südtirol: Nahrungsmittel bei Hautkrankheiten

Gerade bei Neurodermitis und auch bei Schuppenflechte kann man viel über die Ernährung erreichen, erklärt unser Radiodoktor Christian Thuile.

Die Haut zeigt uns deutlich, welche Lebensmittel gut für sie sind und noch mehr, welche es nicht sind. Gerade wenn unsere Haut entzündet ist, wie bei der Neurodermitis, die am häufigsten Kleinkinder betrifft (10-20% auch in Südtirol), aber nicht nur, kann die Auswahl der Nahrungsmittel dazu beitragen, die Rötungen und den Juckreiz zu lindern oder sogar ganz verschwinden zu lassen. Es geht einerseits darum jene wegzulassen, die eher zu Entzündungsreizen führen und andererseits jene in die Ernährungsgewohnheiten einzubauen, die sie lindern ober sogar löschen können. Oft sind Kinder davon betroffen, die eine bestimmte Allergiebereitschaft mitbringen und diese später auch entwickeln, aber viel macht eben auch die Ernährung aus.

Eine Zeitlang auf Milch- und Milchprodukte und auch auf Weizenmehl und alles was daraus hergestellt wird zu verzichten, kann die Beschwerden zwischenzeitlich lindern, aber was definitiv hilft, so der bekannte Ernährungsmediziner, ist das konsequente Weglassen der ganzen Gruppe der histaminhaltigen Lebensmittel. Dazu zählen auch gesunde Lebensmittel wie Tomaten (einschließlich Tomatensaucen), Spinat, Bohnen, Nüsse, Muscheln und Meeresfrüchte und auch Wurstwaren, reife Käsesorten, Schokolade und Schokoladenpulver (Kakao), genauso wie Süßigkeiten. Gut und lindernd wirken hingegen Lebensmittel mit einem hohen Anteil an Omega-3-Fetten, die besonders in Lein-, Hanf und Nachtkerzen-Öl enthalten sind und beispielsweise auch in Avocados.

Auch die Schuppenflechte ist weit verbreitet, mehr unter Erwachsenen, als bei Kindern, unterschiedlich ausgeprägt kann sie sogar die Gelenke betreffen. Um die Entzündung einzudämmen spielt auch hierbei die Ernährung eine große Rolle: Lassen Sie mehr Meeresfisch in Ihre Ernährung einfließen, reduzieren Sie Fleischgerichte und Weizenmehlprodukte, meiden Sie Konservierungs- und Farbstoffe, die vor allem in den Fertiggerichten zu finden sind, greifen Sie eher auf naturbelassene Lebensmittel zurück. Wie bei der Neurodermitis, sind auch bei dieser Hauterkrankung die Omega-3-Fette sehr zu empfehlen, auch Leinöl und sogar noch mehr das Weizenkeimöl, das Betroffenen wirklich hervorragende Dienst leisten kann. Im Unterscheid zur Neurodermitis sind bei der Schuppenflechte auch Schwarzbeeren und wenn gerade nicht Saison ist, auch Schwarzbeersaft, wegen der enthaltenen sekundären Pflanzenwirkstoffe ein wichtiger Tipp. Alkohol hingegen heizt Entzündungen an und auch Übergewicht verschlimmert das Problem.

„Die richtigen Nahrungsmittel bei Hautkrankheiten“ in der Gesundheitspraxis „G’sundes Südtirol“. Tipps und Infos vom bekannten Südtiroler Komplementärmediziner, Ernährungsexperten und Bestsellerautor Dr. Christian Thuile, tätig im Medical Center Quellenhof in St. Martin Passeier. Ihre Fragen können Sie uns auch mailen (bitte Telefonnummer angeben).