G’sundes Südtirol: Magenfreundliche Feiertage

Die Wochen vom Advent bis zum Jahreswechsel sind oft eine ziemliche Zumutung für unseren Magen, erklärt unser Radiodoktor Christian Thuile.

Zwischen den üppigen Weihnachtsessen, den Christkindlmarktbesuchen mit Glühwein und Schmelzkäsebrot und dem mehrgängigen Silvestermenü kommt einiges für unseren Körper und besonders auch für unseren Magen zusammen. Da ist es eigentlich gar kein Wunder, dass in dieser Zeit Sodbrennen, Völlegefühl und sogar Magenentzündungen an der Tagesordnung sind und so ein beleidigter Magen kann einem ganz schön die Feiertage vermiesen. Solche Unannehmlichkeiten lassen sich aber ganz einfach, mit einer ganzen Reihe von natürlichen Hausmitteln, lindern oder besser sogar noch: gleich vermeiden!

Sodbrennen ist ein Klassiker, unter dem sehr viele zu leiden haben und dagegen hilft es oft schon, wenn wir zwischen der letzten Mahlzeit und dem Schlafengehen mindestens drei Stunden Zeit vergehen lassen, das letzte alkoholische Getränk sollte mindestens zwei Stunden vor der Bettruhe ausgetrunken sein. Wer über die Stränge geschlagen hat und anfällig ist für Sodbrennen, kann es außerdem mit diesem einfachen Trick versuchen: das Bett am Kopfende um einige Zentimeter höher stellen, damit die Magensäuren nicht nach oben in die Speiseröhre rinnen kann.

Völlegefühl kann man schon beim Zubereiten der Speisen vermeiden, indem man Fenchel, Anis oder Kümmel darunter mischt, denn diese Zutaten machen sie leichter verträglich. Auch Artischocken sind in diesem Zusammenhang einfach Gold wert, entweder als Gemüsebeilage oder in Form von Kapseln oder Saft, denn deren Inhaltstoffe wirken sich positiv auf die Gallensaftproduktion aus, was besonders für die Fettaufnahme wichtig ist. Auch ein Espresso kann die Verdauung nach einem reichhaltigen Essen anregen und gegen Völlegefühl helfen und ein Verdauungsspaziergang kann natürlich auch nie schaden.

Ein einfaches bewährtes Hausmittel gegen Magenschmerzen kennen wir alle: Da kann die gute alte Bettflasche auf dem Bauch gut helfen. Auch die neuerdings so beliebten Kirschkernkissen, die man einfach im Backofen oder in der Mikrowelle warm macht und die die Wärme lange halten können, wirken hier wahre Wunder. Unser Magen ist schließlich ein Muskelpaket, das schmerzt, wenn es verkrampft ist und Wärme entspannt.Auch die Wärme eines Tees tut einem gestressten Magen oft gut, aber besser als der klassische Kamillentee wäre Pfefferminze dafür geeignet oder ein Tee aus anderen Kräutern mit vielen Bitterstoffen, wie das Tausendgüldenkraut, die Mariendistel, Löwenzahn oder auch Wermut.

„Magenfreundliche Feiertage“ in der Gesundheitspraxis „G’sundes Südtirol“ mit Dr. Christian Thuile, dem Leiter der komplementärmedizinischen Abteilung am Krankenhaus Meran. Ihre Fragen dazu können Sie uns auch mailen (bitte Telefonnummer angeben).