G’sundes Südtirol: Leinöl ist Hirnfutter

Kein Lebensmittel liefert mehr wichtige Omega-3-Fettsäure als das Leinöl, erklärt Dr. Christian Thuile und daher kann man es schon fast als Medizin bezeichnen. 

Der Geschmack von Leinöl ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber sein Wert für unsere Gesundheit ist gar nicht hoch genug einzustufen. Die darin reichlich vorhandenen, wichtigen Omega-3-Fettsäuren kommen sonst eher weniger in unserer täglichen Ernährung vor und bisher galten die fettreichen Meeresfische als die besten Lieferanten. Aber 100 Gramm Thunfisch, Hering und Co. bringen es gerade mal auf rund 3 Gramm, während Leinöl mit stolzen 55 (!) Gramm dieser gesunden Fette pro 100 Gramm aufwarten kann. 

Omega-3-Fettsäuren wirken sich positiv auf die unterschiedlichsten Bereiche in unserem Körper aus. Sie sind als wichtiger Schutz für unser Herz-Kreislauf-System bekannt (und werden daher auch gerne von der Lebensmittelindustrie beigemengt), aber inzwischen weiß man auch um ihre Wichtigkeit für unser Gehirn, so Dr. Thuile. Ein Mangel kann unser Denkvermögen negativ beeinflussen, auch die Merk- und Konzentrationsfähigkeit. In zahlreichen Studien konnte belegt werden, dass Leinöl auch unser Wohlbefinden steigern und die Cholesterin- und die Blutfettewerte verbessern kann. Außerdem kann sich dadurch weniger Kalk an den Blutgefäßen ablagern: ein wichtiger Schutz gegen das Verstopfen. 

Gerade auch werdenden Müttern ist das Leinöl wärmstens zu empfehlen, da es gesund ist für die Entwicklung des Gehirnes des Kindes und vor allem auch dazu beitragen kann, dass sie später weniger häufig an Allergien zu leiden haben. Um all die positiven Effekte durch das Leinöl zu erreichen bedarf es einer täglichen Ration von: 1 Esslöffel.  

An unserer Abteilung für Komplementärmedizin am KH Meran setzen wir Leinöl auch bei chronischen, schweren Erkrankungen ein, um das Gewicht stabil zu halten, weil es gerade dabei oft zu großen Gewichtsverlusten kommt. Außerdem geben wir Leinöl entzündungshemmend, ergänzend bei allen Erkrankungen aus dem rheumatischen Formenkreis, bei Arthrose, genauso wie bei Gelenksentzündungen und auch bei Erkrankungen des Magen-Darm-Apparates.

Wichtige Zusatzinfo! Das wertvolle Leinöl ist leider gar nicht hitzestabil und damit zum Kochen völlig ungeeignet, wird aber auch schon bei hohen Temperaturen in der Küche beispielsweise oder auch im Hochsommer im ungekühlten Verkaufsregal schnell ranzig und verliert ganz schnell seine vielen positiven Eigenschaften für unsere Gesundheit. Am besten lagert man es konstant kühl und dunkel, eventuell auch im Kühlschrank. 

„Leinöl ist Hirnfutter“ in der Gesundheitspraxis „G’sundes Südtirol“ mit Dr. Christian Thuile, dem Leiter der komplementärmedizinischen Abteilung am Krankenhaus Meran. Ihre Fragen dazu können Sie uns auch mailen (bitte Telefonnummer angeben).