G’sundes Südtirol: Knochengesunde Ernährung

Bestimmte Lebensmittel (wie Brokkoli) tun unseren Knochen richtig gut, andere hingegen schaden ihnen, erklärt unser Radiodoktor Christian Thuile.

Unser Skelett ist eine Art Großbaustelle und ständig wird die Knochenmasse auf- und wieder abgebaut, wobei der Mineralstoff Kalzium den wichtigsten Baustoff darstellt. Um die Stabilität in unseren Knochen zu gewährleisten brauchen wir davon täglich eine Menge von etwa 1.000 Milligramm. Kalzium ist zwar in vielen Lebensmitteln enthalten, wir können es aber nicht aus allen gleich gut aufnehmen und auch ein Zuviel kann unseren Knochen schaden.

Als ein sehr guter Kalziumlieferant ist bei uns die Milch bekannt, auch Milchprodukte sind gesund für unsere Knochen, gerade auch fettarme. Wir können unseren kompletten Tagesbedarf bereits mit 10 Gramm Schnittkäse abdecken, auf ein Viertel kommen wir mit einem Naturjoghurt. Aber gerade das Kalzium aus der Milch wird nicht von allen gleich gut aufgenommen und es braucht oft noch etwas zur Ergänzung. Dafür können wir uns beispielsweise aus dem Gemüsebereich bedienen, allen voran beim Kohlgemüse, Brokkoli funktioniert auch sehr gut, Grünkohl, Feldsalat und auch Fenchel ist reich an Kalzium. Und wichtig, wenn Sie das Gemüse kochen: unbedingt auch die Garflüssigkeit weiterverwenden, denn ansonsten landet ausgerechnet das wertvolle Kalzium, das sich im Wasser herauslöst, im Abguss.

Gemüse ist als Kalziumlieferant sehr gut geeignet, da es außerdem noch das Vitamin K mitbringt, das zur Knochenfestigkeit beiträgt, wie das weit bekanntere Vitamin D. Dieses verbessert die Aufnahme von Kalzium und Phosphor und steckt vor allem in besonders fetten Fischsorten wie Lachs, Hering und Makrele, auch Eier bringen einen nennenswerten Gehalt an Vitamin D mit. Dennoch ist es kaum möglich, unseren Bedarf allein über die Ernährung zusammenzubekommen, wir brauchen dafür auch das Tageslicht, wodurch Vitamin D in unserer Haut gebildet werden kann.

Es gibt auch bestimmte Mineralwassersorten, die sehr viel Kalzium mitbringen (siehe Angaben auf dem Etikett). Wir können fast die Hälfte unseres Tagesbedarfes durch das Trinken von 1 Liter eines geeigneten Mineralwassers abdecken. 

Es gilt also immer auf eine ausreichende Zufuhr von Kalzium zu achten und zwar täglich und so genannte „Kalziumräuber“ zu vermeiden, denn diese erschweren oder verhindern gar die Kalziumaufnahme aus dem Darm und in den Knochen, so Dr. Thuile. Dazu zählen:  allen voran Alkohol, ganz allgemein fettreiches Essen und auch Lebensmittel mit einem hohen Phosphatgehalt, wie Wurst, Fleisch und viele Fertigprodukte, aber auch Lebensmittel, die viel Oxalsäure enthalten, wie Spinat, Rhabarber und Schokolade.

„Knochengesunde Ernährung“ in der Gesundheitspraxis „G’sundes Südtirol“ mit Dr. Christian Thuile, dem Leiter der komplementärmedizinischen Abteilung am Krankenhaus Meran. Ihre Fragen dazu können Sie uns auch mailen (bitte Telefonnummer angeben).