G’sundes Südtirol: Kein Sommer ohne Blattsalate

Genauso groß wie gerade die Auswahl an frischen Blattsalaten ist, genauso viele unterschiedliche, wertvolle Wirkstoffe bringen sie auch mit, erklärt unser Radio-Dr. Christian Thuile.

Salate sind gerade im Sommer extra wertvoll für unsere Gesundheit, weil sie so viel Wasser enthalten und kühlend von innen heraus wirken, sie enthalten aber auch viele Vitamine. Grüne Salate sind besonders reich an Vitamin C für unser Immunsystem, Salate enthalten allgemein auch viel Vitamin B für unsere Nerven, die wir gerade an anstrengenden, heißen Sommertagen oft wirklich brauchen... Salate sind auch eine gute Quelle für Mineralstoffe wie Kalium, das hilft unseren Körper zu entwässern, für viele gerade im Sommer eine wichtige Unterstützung. Auch Magnesium ist in Salaten enthalten, was gerade in Zeiten wo man mehr schwitzt, wichtig ist, damit es keine Krämpfe gibt. Auch Phosphor, das unsere Zähne und Knochen unterstützt und sogar das blutbildende Spurenelement Eisen kann man auch Salaten zuschreiben.

Die eigentliche Stärke von Salaten sind aber die sekundären Pflanzenstoffe, wie das bekannte Chlorophyll, das unserem Abwehrsystem besonders gut tut. In den gelben Teilen der Salate befinden sich die Flavonoide, die uns ebenfalls vor Infektionen und freien Radikalen schützen, denen wir in unserem hektischen, stressigen Alltag oft ausgesetzt sind. Viele Salate enthalten auch Bitterstoffe, die unsere Verdauung verbessern und zu einer schnellen und anhaltenden Sättigung führen. Und die Verdauung bedankt sich auch für die vielen enthaltenen Ballaststoffe.

Als nahrhafte Partner zu Blattsalaten passen Tomaten, Gurken, Fenchel, Zucchini und auch sättigende Oliven, frische Sommerkräuter, im Sommer gerne auch etwas kühlende Minze, genauso wie Geflügelstreifen, Fisch und auch mal ein hartgekochtes Ei. Bei Salatbuffets werden gerne auch verschiedene Nüsse, Samen und Kerne (Achtung wegen der Kalorien) angeboten, diese bitte gut kauen, Salat ist an und für sich schon nicht so leicht verdaulich, deswegen auch nicht zu spät am Abend mehr essen.

Eigentlich würde etwas Olivenöl voll und ganz ausreichen, um einen Salat anzurichten, dieses hilft die fettlöslichen Vitamine herauszulösen und wir können sie besser aufnehmen. Essig bitte ganz sparsam verwenden und vielleicht auch mal durch etwas Zitronensaft ersetzen. Pfeffer und Salz könnte man sich auch sparen, obwohl die Brise Salz im Sommer, wo wir durch das Schwitzen viel Salz verlieren, nicht schaden kann. Die meist sehr fetten Fertigdressings sollten es aber wirklich nicht sein, wäre schade um den guten Salat.

Dadurch dann wir unsere Salate roh essen, bleiben alle wertvollen Inhaltstoffe erhalten, leider ist er aber empfindlich, was die Lagerung angeht, die Vitamine gehen ganz schnell verloren, das beginnt schon nach zwei Tagen.

„Kein Sommer ohne Blattsalate“ in der Gesundheitspraxis „G’sundes Südtirol“ mit Dr. Christian Thuile, dem Leiter der komplementärmedizinischen Abteilung am Krankenhaus Meran. Ihre Fragen dazu können Sie uns auch mailen (bitte Telefonnummer angeben).